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Wewelingstraße

Schlaglochpiste kann richtig teuer werden

PÖPPINGHAUSEN Die Wewelingstraße vom Sportplatz bis zur Ortsmitte Pöppinghausens ist die reine Katastrophe – sagt auch die Stadt. Ändern können wird sie daran aber wohl kaum etwas. Warum das so ist und welches Schreckgespenst mit dem Problem einhergeht, erklären wir hier.

Schlaglochpiste kann richtig teuer werden

Die Wewelingstraße zählt den schlimmsten Schotterpisten in unserer Stadt. Sie vernünftig auszubauen, wird nicht gehen. Foto: Foto: Schlehenkamp

Gäbe es ein Ranking unter den schlimmsten Schlaglochpisten Castrop-Rauxels, dann wäre die Wewelingstraße wohl unangefochtener Spitzenreiter. Zwar erfreut sie sich aktuell der besonderen Aufmerksamkeit von Straßenbauarbeitern. Aber leider vom Sportplatz aus Richtung Herne. Warum das andere Stück – die unzumutbare Zuwegung in die Ortsmitte Pöppinghausen – ein Problem ist und wohl auch bleiben wird, erklärte Michael Werner, Chef des Stadtbetriebs EUV, Mittwochabend auf der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung im Center in Pöppinghausen.

Auf der ging es neben dem Thema mit den lange geschlossenen Schranken auch um holprige Dinge: den Zustand der Straßen. „Zwischen Sportplatz und 90-Grad-Kurve sind wir auf der Wewelingstraße drin“, sagte Werner. Die Asphaltierung komme ab dem 20. November. Der zweite Bauabschnitt folge Anfang 2018. Ein weiterer, nach dem die Bürger fragten, scheint in unerreichbarer Ferne. „Wir suchen in alten Unterlagen, ob die Wewelingstraße, wenn sie aus dem Ringelrodtweg kommt, überhaupt formal gegründet worden ist“, sagte Werner. Und fügte hinzu: „Das ist eigentlich nur ein Pättken gewesen. Oder ein wassergebundener Feldweg, so wie es in den Akten steht.“

Anwohner müssten bis zu 90 Prozent zahlen

Das bedeutet konkret: Es gibt hier keine vernünftige Straßenunterlage. Hier müsste also richtig gekoffert und qualifiziert gebaut werden. Da kommt das Angstwort ins Spiel, mit dem die Bürger unliebsame Erfahrungen gemacht haben. Die Finanzierung der Straße liefe nach dem Kommunalen Abgabengesetz (KAG). Und wenn es nicht mal eine vernünftige erste Gründung gab, könnte den drei oder vier Anwohnern neben der RWE-Fläche eine Beteiligung von 90 Prozent drohen. „Das wäre sehr bitter für sie“, sagte Werner. Noch sei man in der Prüfung.

Und was ist mit der Verkehrssicherungspflicht? „Wir machen das Allernotwendigste“, erklärte Werner. Asphalt drüber zu packen, sei sinnlos, weil der nicht halte. Winterdienst auf dieser Straße werde auch nicht gemacht. Manchmal sei eine Schneedecke einfach besser. „Wenn welcher fällt“, seufzte eine Bürgerin. Wenn es in Sachen Wewelingstraße Neues gebe, soll auf jeden Fall eine Bürgerinformation erfolgen.

Neue Buslinie wird noch erprobt

Was die anderen Straßen in Pöppinghausen angeht: Die sind laut Werner im Großen und Ganzen in Ordnung. Und Kanalbau sei in nächster Zeit auch nicht zu erwarten.

Beim Thema Anbindung des Stadtteils an den ÖPNV ist die neue Linienführung des 237ers noch in der Erprobung. Laut dem städtischen Verkehrsplaner André Sternemann will der Kreis darüber im ersten oder zweiten Quartal 2018 entscheiden. „Vom Grundsatz her geht es darum, mit dem Bus von Pöppinghausen schneller in die Altstadt zu kommen“, sagte Sternemann. „So, wie es angedacht ist, ist es aber eine Verschlechterung, besonders auch für ältere Leute“, hieß es von den Bürgern. Wichtig sei, etwa die Lange Straße zügig erreichen zu können.

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