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LED-Technik

Westnetz rüstet in Castrop-Rauxel die Laternen um

CASTROP-RAUXEL Die alten Neonröhren haben in Castrop-Rauxelin den Straßenlaternen jetzt so langsam ausgedient. Westnetz ist auf drei Straßen in Frohlinde, Deininghausen und Obercastrop aktiv, um die alte Technik auszubauen und durch moderne LED-Technik zu ersetzen. Das soll Strom und damit auch Geld sparen.

Westnetz rüstet in Castrop-Rauxel die Laternen um

EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner (l.), Ludger Brauckhoff (Breilmann) und Maria Allnoch, Regionalleiterin bei Innogy, verfolgen das Montieren der LED-Tubes an der Dortmunder Straße. Im Korb im Einsatz ist Monteur Stefan Burow von der Firma Breilmann. Foto: Abi Schlehenkamp

Autofahrer, die am Freitag auf der Dortmunder Straße in Frohlinde unterwegs sind, sollten besonders vorsichtig fahren. Und aufpassen, wenn sie das große Fahrzeug der Firma Breilmann überholen. Die Arbeiter tauschen die alten Neonröhren gegen LED-Tubes aus. Fragen und Antworten dazu.

Wozu ist das gut? Das spart Energiekosten und mindert den Ausstoß von Kohlendioxid. „Verbrauchten die alten Leuchtmittel noch 36 Watt, kommen die neuen LEDs mit nur 16 Watt aus“, sagt Maria Allnoch, Regionalleiterin bei Innogy. Durch den Austausch, ergänzt EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner, verbrauche die Stadt an dieser Stelle 60 Prozent weniger Strom.

Welche Straßenlaternen werden mit dieser neuen LED-Technik ausgestattet? Donnerstag und Freitag wurden und werden an der Dortmunder Straße 44 „Leuchtmittel“ ausgetauscht, an der Dresdener Straße in Deininghausen sind schon 13 neue im Einsatz, an der Bochumer Straße in Obercastrop fehlen noch zehn von 22 LED-Lampen. Macht 79 insgesamt. Langfristig und sukzessive, sagt Maria Allnoch, sollen die LEDs überall in der Straßenbeleuchtung eingesetzt werden. Wann das sein kann, sei schlecht abzusehen, weil die Technik sich immer fortentwickele. Straßenleuchten stehen turnusmäßig alle vier Jahre zur Überprüfung an.

Eine Million Euro im Jahr

Wer ist dafür zuständig? Für die Beleuchtung sorgt Westnetz, eine Unternehmenstochter von Innogy, als Partner der Stadt. Für die Energiekosten muss in diesem Fall der Stadtbetrieb EUV in die Tasche greifen. Alles in Allem ist im Jahr eine Million Euro fürs richtige Licht aufzuwenden. Vor gut fünf Jahren gab es das unter großer Bürgerbeteiligung realisierte neue Lichtkonzept für unsere Stadt, das helfen sollte, zehn Prozent einzusparen. Unterm Strich hat sich nichts an den Gesamtkosten getan. Wegen gestiegener Personal- und Energiekosten, sagt Michael Werner. Und fügt hinzu: „Wir sind permanent bemüht, die Energiekosten zu reduzieren.“

Warum ist es an manchen Straßen bei Dunkelheit zappenduster? Die Frage in diesem Zusammenhang kurz und knapp zu beantworten, sei nicht möglich sagt Michael Werner. Unsere Zeitung nimmt sein Gesprächsangebot zu einem späteren Zeitpunkt gerne an. Nur zwei Stellen von etlichen dunklen im Stadtgebiet: Die Kreuzung Suderwicher Straße/B 235 und der Hellweg auf Schwerin, wenn kurz nach dem Abbiegen in die gigantisch enge Linkskurve Straßenlicht eine Erfindung aus einer anderen Welt zu sein scheint.

Licht ist konzentrierter

Hat das neue LED-Licht auch noch andere Vorteile? Ja, sagt Ludger Brauckhoff, Experte bei der Firma Breilmann, die den Dienstleistungspart für Westnetz bei der Beleuchtung in unserer Stadt übernimmt. Das Licht sei konzentrierter, der Abstrahlwinkel größer. So ein neues LED-Leuchtmittel hat 2500 Lumen. In Privathaushalten werden laut Michael Werner Lampen mit 250 Lumen eingesetzt, im Höchstfall 600. Manche Leute meinten, das LED-Licht sei dunkler, das habe wohl etwas mit Psychologie zu tun.

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