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Bauernschaft Beck-Nord

Festwagen-Bau war eine echte Fleißarbeit

Lembeck Die Bauernschaft Beck-Nord ist bei Weitem älter als der Lembecker Ort selbst und führt deshalb den Festumzug am Sonntag (8. Oktober) in Lembeck an. Wir haben die Gruppe beim Wagenbau besucht.

Festwagen-Bau war eine echte Fleißarbeit

Die Bauernschaft Beck wird mit ihrem Motivwagen den Festumzug in Lembeck anführen. Thematsch geht es um die Siedlung am Midlicher Bach.

Die Mitglieder der Nachbarschaft Beck-Nord brauchten nicht lange zu überlegen und abzustimmen, ob sie sich beteiligen. Bereits bei ihrem ersten Treffen nach der Nachbarschaftsversammlung zu diesem Thema im April 2016 war klar: „Wir machen mit!“ Zwar besteht die Siedlung Beck-Nord nur aus 57 Haushalten und rund 180 Personen, aber der Zusammenhalt ist groß und so wurde das Projekt schnell angegangen und auch prompt umgesetzt.

Zum Thema haben sich die Ur-Lembecker die Siedlung Helinun genommen, die um 600 Jahre nach Christus im Midlicher Mühlbachtal entstand. Die eigentliche Idee stammt dabei von Paul Böckenhoff und Michael Langenhorst. Diese Siedlung ist der Ursprung der heutigen Bauernschaft Beck-Nord. Der Name Helinun wird mit einer Siedlung aus Einzelhöfen im Midlicher Mühlbachtal im 9. Jahrhundert verbunden. Der Altname Helinun gibt den frühen Rodungsvorstoß mit Einzelhöfen im Midlicher Mühlbachtal an. Die Namen der Siedlungen im Midlicher Mühlbachtal wurden um 900 nach Christus in verschiedene Teile aufgespalten. Die heutigen weitläufigen Siedlungen, die nicht nur aus Bauernhöfen bestehen, setzen sich somit zusammen aus der Nachbarschaft Beck-Nord und -Süd.

Helinum ist älter als Lembeck 

Außerdem ist wohl jedem die Midlicher Mühle bekannt, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Im 13. Jahrhundert wurde die Siedlung in Middelwick umbenannt und im 16. Jahrhundert in Bicker Bauernschaft. Heute wird allgemein von „auf der Beck“ gesprochen oder auch Lembeck-Beck.

Genau dieses Thema sollte sich nun auch auf dem zu bauenden Wagen wiederfinden. Auf den Seitenwänden des Wagens entstand ein Bild, das die Anordnung der Höfe im Bereich des Mühlenbaches darstellt. Dieses stammt von Theo Arentz und Martin Wietholt. Der Wagen selbst stellt ein typisches Nebengebäude eines Bauernhofes seiner Zeit vor circa 1000 Jahren dar. Das Gebäude gehörte zu einer Siedlung aus Einzelhöfen im Midlichen Mühlbachtal.

Trockene Bäume auf Maß gesägt

Beim Bau des Wagens wurde ganz bewusst auf viel Handarbeit und Tradition gesetzt. „Wir haben für den Aufbau des Wagens trockene Bäume gefällt, auf Maß gesägt und die Rinde geschält, was mit sehr viel Fleißarbeit verbunden war“, berichtet Bernd Evers, der die Federführung beim nicht ganz so einfachen Aufbau übernahm.

Und weiter: „Die Nachbarschaft hat ein Budget festgelegt, das wir auf jeden Fall einhalten wollten. Deshalb waren wir auf viele fleißige Hände angewiesen. Und wer nicht direkt Zeit hatte mit anzupacken, der sorgte für Grillgut oder auch mal eine Kiste Getränke bei unseren Treffen. Außerdem haben wir auch den Ballenwagen von Rainer Punsmann als Spende bekommen, der uns als fahrbarer Untersatz dient“, freut sich Evers.

Die Ältesten dürfen auf den Wagen

„Insgesamt werden es wohl rund 50 Personen sein, die beim großen Festumzug mitlaufen beziehungsweise mitfahren“, ergänzt Klaus Grothues, der so eine Art Schriftführer der Gruppe ist und viele Vorplanungen und Recherchen übernahm sowie die Geldverwaltung innehatte. Für die Dokumentation in Schrift und Bild ist Heinz Wietholt verantwortlich. „Die Ältesten dürfen natürlich auf dem Wagen mitfahren. Alle anderen laufen als Fußgruppe hinter dem Wagen. Wir haben uns auch schon die passende Kleidung aus dem Mittelalter für den Umzug organisiert“, berichtet Klaus Grothues weiter.

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