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Aber nicht für Street View

Google-Auto kurvt durch die Stadt

Dorsten Ein Google-Maps-Auto war samt Kamera in der Lippestadt unterwegs - allerdings nicht für Aufnahmen für den Kartendienst „Street View“.

Google-Auto kurvt durch die Stadt

Viele Dorstener werden sich am Donnerstag gewundert haben: Nicht nur durch die Innenstadt fuhr ein grün-weißes Google-Maps-Fahrzeug, ausgestattet mit einer auf einem Dachgestell montierten 360-Grad-Kamera.Das Gerät machte aber keine Fotos für den Internet-Kartendienst „Street View“ – auch wenn man dies aus der Beschriftung des Wagens hätte schließen können.

„Wir wissen, dass das Interesse an unseren Google-Autos groß ist“, teilt das Unternehmen auf dem öffentlichen Blog seiner Homepage mit: Bei den aktuellen Fahrten nutze der Dienst „das Bildmaterial aber nur, um Google Maps zu verbessern“ und habe „keine Pläne dieses zu veröffentlichen“. Heißt: Wer derzeit in der Lippestadt von der Google-Kamera erfasst wird, wessen Haus oder Grundstück fotografiert wird, muss keine Sorge haben, dass die Aufnahmen demnächst im Internet zu sehen sein werden. Dorsten bleibt also weiterhin „Street View“-freie Zone.

Vor rund zehn Jahren unterwegs

Vor rund zehn Jahren war Google schon einmal mit Street-View-Autos auf deutschen Straßen unterwegs, die Kameras nahmen damals in vielen Städten ganze Straßenzüge auf. Nachdem Datenschützer und Bürger protestierten, machte Google Gesichter, Nummernschilder und teils ganze Häuserfronten mit Verpixelungen unkenntlich.

Schließlich gab Google bekannt, „Street View“ in Deutschland nicht weiter zu verbreiten. Nach Dorsten waren die Autos damals nicht gekommen. Laut Google-Mitteilung seien die Fahrzeuge auch nun nur unterwegs, „um die Streckenführung zu optimieren und aktuelle Infos wie neue Restaurants oder Geschäfte zu erfassen“.

Teils schwer veraltet

Was Dorsten betrifft, ist der Kartendienst übrigens derzeit teils hochaktuell, teils schwer veraltet: So verortet Google Maps die Postfiliale statt in den Mercaden noch immer in der Essener Straße. Doch wie soll das Unternehmen in der Fußgängerzone neue Geschäfte und Lokale dokumentieren? „Entweder durch Informanten oder ein Google-Mitarbeiter müsste das zu Fuß erledigen“, erklärte Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn. „Eine Sondergenehmigung zum Befahren der Fußgängerzone hat Google jedenfalls beim Ordnungsamt nicht gestellt.“

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