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Abitur wieder nach neun Jahren

St.-Ursula-Gymnasium kehrt zu G 9 zurück

Dorsten Das Gymnasium St. Ursula kehrt zu G9, also dem Abitur nach neun Jahren, zurück. Und schon die Neuzugänge im kommenden Schuljahr haben wieder neun Jahre bis zum Abi.

St.-Ursula-Gymnasium kehrt zu G 9 zurück

Das Gymnasium St. Ursula kehrt zu G 9 zurück. Foto: dpa Foto: Foto: Armin Weigel (dpa)

Nach intensiver Beratung hat das Kuratorium der Trägerstiftung St. Ursula Dorsten am Montagabend die Entscheidung gefällt: „Wir werden G8 nicht beibehalten, sondern gemäß der Leitentscheidung der Landesregierung den G9-Bildungsgang wieder einführen“, verkündete Schulleiterin Elisabeth Schulte Huxel auf unsere Anfrage. Damit ist G8 in Dorsten komplett vom Tisch, denn auch das städtische Gymnasium Petrinum ist (schon seit Längerem) zu G9 zurückgekehrt.

Kuratorium entscheidet

Die vom Land beschlossene Leitentscheidung für G9 bedeutet, dass zum Schuljahr 2019/2020 alle Gymnasien zu der neunjährigen Schulzeit zurückkehren sollen, die sich nicht aktiv für eine Beibehaltung von G8 aussprechen. Die Aufrechterhaltung dieser Option müsse allerdings im Rahmen der Schulkonferenz mit Zwei-Drittel-Mehrheit plus eine Stimme beschlossen werden, so das Ministerium.

Doch diese Option will das St.-Ursula-Gymnasium nicht in Anspruch nehmen: „Als private Schule entscheidet bei uns nicht die Schulkonferenz darüber, sondern das Kuratorium der Trägerstiftung, und das ist jetzt dem politischen Willen gefolgt“, konstatiert Elisabeth Schulte Huxel. Wie bei der einvernehmlichen G8-Einführung im Jahr 2005 werde St. Ursula nun auch wieder der neu beschlossenen Regelung folgen: „Damit sind wir der Normalfall.“

Keine Unzufriedenheit

Unzufriedenheit mit dem verkürzten Schulgang schließt die Schulleiterin als Grund für die Umkehr aus: „Unsere Eltern und Schüler waren zufrieden mit G8. Wir hatten keine Probleme.“ In der Option, G8 aufrechtzuerhalten, sieht Schulte Huxel auch die Gefahr, dass sich die Schulform „Gymnasium“ in zwei Richtungen zergliedere: „Das wäre nicht gut“, hofft sie, dass mit der Befolgung der Leitentscheidung endlich wieder Ruhe ins System einkehre.

Bereits zum Schulstart der Fünftklässler

Bereits für die Fünftklässler, die im kommenden Schuljahr 2018/19 an St. Ursula aufgenommen werden, gilt G9: „Sie starten zwar als Fünftklässler mit G8, aber werden dann mit der offiziellen Umstellung im Jahr 2019/20, die die beiden Jahrgänge 5 und 6 umfasst, als Sechstklässler zu G9-ern“, dröselt die Schulleiterin auf. Die jetzigen Sechstklässler werden als letzter Jahrgang in acht Jahren zum Abitur geführt. Doch auch für die „schnellen Lerner“ wolle man weiter gute Angebote machen: „Wir werden unsere Konzepte für ihre optimale Förderung weiterentwickeln“, sagt Elisabeth Schulte Huxel.

Den mit der Anpassung an die neuen politischen Rahmenbedingungen einhergehenden Veränderungen sieht die Schulleitung gelassen entgegen: „Wir haben uns nie über die Schulzeitlänge definiert, sondern über Profil und Inhalt“, unterstreicht Elisabeth Schulte Huxel, „denn unsere Kernfrage ist doch: Wie begleiten wir die Schüler gut durch ihre Schulzeit – egal, ob sie acht oder neun Jahre dauert.“

Beim Infoabend für Eltern von Viertklässlern am Donnerstag (16. November), 19.30 Uhr, in der Aula der St.-Ursula-Realschule, Nonnenkamp 14, und am Tag der offenen Tür am Samstag (18. November) von 10 bis 13 Uhr, können sich Eltern und Schüler selbst ein Bild machen.

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