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An der Wienbecke

Tempo 50 ärgert Wulfener

Dorsten/Wulfen Die Freiheit, 100 km/h zu fahren, währt auf der Wienbecke nur kurz. Seit Ende November wird das Tempo 600 Meter vor der Ampelkreuzung zur Hervester Straße zunächst auf 70 km/h, dann 300 Meter auf 50 km/h heruntergedrosselt. Das nervt die Wulfener gewaltig.

Tempo 50 ärgert Wulfener

Als Ärgernis empfinden Wulfen-Fahrer das Tempolimit vor der Ampelkreuzung zur Hervester Straße. Foto: Engel

100 Sachen haben die meisten Fahrzeuge drauf, die auf der Straße An der Wienbecke zwischen Hervest und Wulfen nach Hause fahren. Seit Ende November ist Schluss mit allzu flottem Tempo. Circa 600 Meter vor der Kreuzung zur Hervester Straße mahnen Schilder links und rechts der Straße 70 km/h, weitere 300 Meter zwei weitere Schilder 50 km/h an. „Was soll der Blödsinn?“, ärgert sich ein Wulfener Berufspendler, der sich keinen Reim auf die Geschwindigkeitsbegrenzung machen kann. „Da ist doch nie was passiert.“

Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn widerspricht. „Auf der Wienbecke wird viel zu schnell gefahren“, sagte sie am Montag: „Die Stadt hat das Tempolimit in Absprache mit der Kreisverwaltung eingeführt. Einige Autofahrer nehmen den Schwung aus der 100-km/h-Zone bis zur Ampelanlage an der Hervester Straße mit. So mancher rast dann bei Gelb oder Rot um die Kurve, das halten wir für sehr gefährlich.“ Um schlimme Unfälle zu verhüten, sei die Geschwindigkeitsreduzierung eingeführt worden.

Kreis ist sich mit Stadt einig
Kreispressesprecher Jochem Manz bestätigte die Angaben seiner Dorstener Kollegin: „Die Autos fahren mit hohem Tempo auf die Ampelkreuzung an der Hervester Straße zu. Wir wollen Auffahrunfälle vor der Ampel bzw. Unfälle auf der Kreuzung vermeiden.“ Bei der Probe aufs Exempel war am Montag feststellbar: Das neue Tempolimit wird von den allermeisten Autofahrern geflissentlich ignoriert. Erst beim Anblick der Reporterkamera bremsten einige Pkw-Fahrer ihren Wagen ab. Die allermeisten drückten aber unverdrossen weiter auf die Tube, unschwer daran zu erkennen, dass die Bremslichter ihrer Fahrzeuge in Höhe der Schilder nicht aufleuchteten.

Polizei kündigt mobilen Radar an

Das könnte sich ändern. Denn Polizeisprecherin Ramona Hörst sagte auf unsere Anfrage: „Fahrer müssen sich an die Vorgaben halten, auch wenn sie jahrelang mehr Gas an derselben Stelle geben konnten.“ Eine Schonfrist zur Eingewöhnung gebe es nicht: „Sobald ein Schild steht, müssen die Verkehrsteilnehmer sich an die Vorschriften halten.“ Hörst schloss nicht aus, dass die Polizei An der Wienbecke kurzfristig mobile Radaranlagen einsetzen wird.

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