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Weil er nicht ringen darf

38-Jähriger Ringer beleidigt Vorstand – Geldstrafe

Dortmund Er will doch nur ringen – und legt sich deshalb seit Jahren mit zahlreichen Vereinen und der halben Verbandselite an. Ein 38-jähriger Mann aus Lanstrop musste am Donnerstag erneut auf der Anklagebank des Dortmunder Landgerichts Platz nehmen. Am Ende schluckte er eine Geldstrafe.

38-Jähriger Ringer beleidigt Vorstand – Geldstrafe

Vor dem Landgericht Dortmund wurde der Lanstroper verurteilt. Foto: dpa

Im aktuellen Fall hatte sich der 170-Kilo-Mann mit den Sportskameraden eines Clubs aus Oberhausen angelegt. Ende 2016 setzte sich der Lanstroper in den Kopf, fortan Mitglied in dem Verein sein und auch an Wettkämpfen teilnehmen zu wollen. Das Problem war nur: Das Wollen und Werben war eine absolut einseitige Angelegenheit. „Wir haben ihm immer gesagt, dass wir seinen Mitgliedsantrag nicht annehmen“, erklärte ein Vorstandsmitglied vor Gericht als Zeuge.

Mann beteuert Unschuld

Die Reaktion des bereits mehrmals wegen Beleidigung vorbestraften 38-Jährigen fiel harsch aus. An manchen Tagen ärgerte er den Vereins-Vorstand mit bis zu 50 Telefonanrufen, in denen er lang und breit seinen Standpunkt darlegte. „Wir mussten stellenweise schon den Stecker aus dem Netz ziehen, um endlich mal Ruhe zu haben“, sagte der Zeuge. Als ihn der Lanstroper in einem dieser vielen Anrufe schließlich auch noch ziemlich unflätig beleidigte, erstatte der Vorstand auch noch Anzeige bei der Polizei.

Und obwohl der verhinderte Ringer bis zuletzt beteuerte, derartige Schimpfwörter niemals in den Mund zu nehmen, wurde er am Donnerstag verurteilt. Nach dem Amtsgericht entschied auch das Landgericht in zweiter Instanz, dass der Zeuge die glaubhaftere Aussage gemacht hatte. Der 38-Jährige muss nun eine Geldstrafe von 300 Euro à 30 Tagessätzen zahlen.

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