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Mangel an Schulleitern

An Dortmunds Grundschulen bleiben viele Chefposten frei

Dortmund In Nordrhein-Westfalens Grundschulen fehlen Hunderte Lehrer. In Dortmund sieht es besser aus, allerdings nur beim einfachen Lehrpersonal. Bei der Besetzung der Schulleiter-Posten sind die Probleme groß.

An Dortmunds Grundschulen bleiben viele Chefposten frei

An Dortmunds Grundschulen sind aktuell acht Lehrer-Stellen unbesetzt. Hinzu kommen acht Rektoren- und neun Stellvertreterposten. Foto: dpa

Fehlende Lehrer, offene Stellen, unbesetzte Chefposten: Vor allem an Grundschulen ist das Kollegium oftmals ausgedünnt. Dortmund ist insgesamt vergleichsweise gut aufgestellt, an Schulleitern allerdings gibt es umso mehr Bedarf.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte bereits zum Schuljahresbeginn vor einem dramatischen Lehrermangel vor allem an Grundschulen gewarnt. An den Schulen führe die Unterbesetzung zu hohen Belastungen des Kollegiums und steigenden Krankmeldungen. Nach einer Recherche des WDR waren Anfang November landesweit noch 848 Stellen für Grundschullehrer gemeldet. Nach Ablauf des Ausschreibungsverfahrens blieben mehr als 64 Prozent unbesetzt. Es ergaben sich große regionale Unterschiede, wie die von den Bezirksregierungen zusammengestellten Daten zeigen. Demnach werden Grundschullehrer vor allem im Ruhrgebiet gesucht.

Acht Lehrerstellen sind in Dortmund unbesetzt

Dortmund kommt im Vergleich zu anderen Städten ganz gut weg. Acht Lehrerstellen seien an den 89 öffentlichen Grundschulen derzeit unbesetzt, meldet die Bezirksregierung auf Anfrage, hinzu kommen zwei unbesetzte Stellen von Sonderpädagogen. Insgesamt unterrichten an den öffentlichen Grundschulen in Dortmund 1624 Lehrer in Teil- und Vollzeit; das entspricht 1377,5 Stellen.

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In Duisburg beispielsweise konnten von 88 ausgeschriebenen Stellen nur acht besetzt werden. In Essen wurde für jede dritte von 71 Stellen ein Bewerber gefunden.

Schwierig ist das vor allem bei den Leitungspositionen. Insgesamt 17 Chefsessel sind zurzeit an den Dortmunder Grundschulen unbesetzt, wie die Schulaufsicht mitteilt, darunter sind acht Leitungs- und neun Stellvertreterstellen.

Gewerkschaft: „Leergefegter Arbeitsmarkt“

Die GEW wie auch die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW (LEiS) sprechen von einem „leergefegten Lehrerarbeitsmarkt“. LEiS-Vorsitzender Ralf Radke aus Dortmund fordert kurzfristige Maßnahmen wie eine stärkere Steuerung der Lehrereinstellung oder die Zulassung von Seiteneinsteigern. Die nächste Ausschreibungsrunde für Grundschullehrer startet im Februar.

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