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Alte Berufskollegs am Westfalenpark

Auf diesem Parkplatz entsteht ein neues Wohnquartier

DORTMUND Es ist ein Brachgrundstück in bester Lage, direkt am Rande des Westfalenparks: der ungenutzte Parkplatz der früheren Berufskollegs an der Sckellstraße. Seit Jahren ist schon geplant, dort ein neues Wohnquartier entstehen zu lassen. Jetzt gibt es einen konkreten Vorschlag zur Gestaltung.

Auf diesem Parkplatz entsteht ein neues Wohnquartier

Das Archivbild zeigt den Parkplatz an der Sckellstraße in einer Zeit, in der noch von Berufskolleg-Schülern genutzt wurde. Foto: Knut Vahlensieck (Archiv)

Seit fast zwei Jahren liegt die 3,7 Hektar große Fläche in der südlichen Innenstadt – am Nordostrand des Westfalenparks – brach. Denn im Februar 2016 zogen die benachbarten Berufskollegs zum Dortmunder U. Die großen Parkplätze werden seitdem nicht mehr gebraucht.

Jetzt gibt es konkrete Vorschläge für die künftige Nutzung – mit den Ergebnissen eines „städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens“, das die Stadt im Sommer gestartet hatte. Vier Architektur- und Planungsbüros lieferten Entwürfe. Der beste Vorschlag kam dabei nach Ansicht einer fachkundigen Jury vom Büro Kellner, Schleich, Wunderling (KSW) aus Hannover. Er soll nun Grundlage für den Entwurf des Bebauungsplans sein.

Auf diesem Parkplatz entsteht ein neues Wohnquartier

So sieht der Siegerentwurf für das Wohnquartier an der Sckellstraße aus. Foto: Entwurf KSW

Der Entwurf von KSW sieht einen Riegel aus vier drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern hinter einem Parkplatz-Streifen entlang der Sckellstraße vor. Dahinter sehen die Planer in Richtung Westfalenpark eine Mix aus mehrgeschossigen Wohnhäusern und Reihenhäusern vor. Am Rande des neuen Wohnquartiers soll eine neue Kita mit entsprechender Außenfläche entstehen.

Wie viele Wohnungen das neue Quartier bietet, steht noch nicht endgültig fest. Die bisherigen Planungen gehen von 200 bis 250 aus – wobei, wie vom Rat bei neuen Baugebieten gefordert, mindestens ein Viertel öffentlich geförderter Wohnraum sein soll.

All diese Überlegungen sollen nun in das Bebauungsplan-Verfahren einfließen, das im nächsten Jahr mit der üblichen Bürgerbeteiligung vorangetrieben werden soll. Auch mit Blick auf die nötigen politischen Beschlüsse ist davon auszugehen, dass die Bagger frühestens im Jahr 2020 anrollen werden. Um interessierte Investoren ist man bei der Stadt nicht bange – wobei ebenfalls noch unklar ist, ob die städtische Fläche „am Stück“ oder in Einzelteilen vermarktet wird.

Interessenten für Berufskolleg-Gebäude gesucht

Unabhängig von den Überlegungen für das neue Wohngebiet läuft bereits ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren für den Gebäudekomplex des früheren Goethe-Gymnasiums beziehungsweise des Robert-Schuman-Berufskollegs, der als typischer Nachkriegs-Schulbau unter Denkmalschutz gestellt werden soll.

Man werte zurzeit Investorenvorschläge aus und führe erste Gespräche, erklärte Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage. Im März 2018 will die Verwaltung Ergebnisse vorlegen. Angestrebt werde auch hier vor allem eine Wohnnutzung.

Eng verknüpft sind die Vermarktungspläne für das Schulgebäude mit dem Kinder- und Jugendtheater (KJT), das einen Teil des Gebäude-Ensembles nutzt. Ideal wäre es, wenn es erst nach dem seit vielen Jahren geplanten Neubau einer „Jungen Bühne“ am Wall umziehen müsste. Doch die Planungen dafür kommen nur schleppend voran.

„Aktuell bereitet das Theater, begleitet von einem Projektsteuerungsbüro, den Architektenwettbewerb vor, dessen Start für Sommer 2018 geplant ist“, erklärte Meinders. Im Grundsatz beschlossen hatte der Rat den Wettbewerb schon 2014, jetzt soll die Politik im nächsten Frühjahr noch einmal über Einzelheiten entscheiden.

  • Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs für das geplante Wohnquartier werden Anwohnern in eine Ausstellung vorgestellt.
  • Sie ist am 15. Dezember von 16 bis 19 Uhr und am 16. Dezember von 10 bis 13 Uhr im alten Robert-Schuman-Berufskolleg zu sehen.
  • Bereits am 12. Dezember wird über die Planungen in der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost im Rathaus am Friedensplatz diskutiert. Beginn ist um 16 Uhr.

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