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Sexualdelikt in Dortmunder Bahnhofstoilette

Bahnhofsmanager fordert Konsequenzen von Betreiber Sanifair

DORTMUND Nach dem sexuellen Übergriff auf eine 23-jährige Frau in der Toilettenanlage am Dortmunder Hauptbahnhof fordert der Bahnhofsmanager Konsequenzen. Beim Betreiber Sanifair hält man sich mit Informationen allerdings noch bedeckt.

Bahnhofsmanager fordert Konsequenzen von Betreiber Sanifair

Die Toiletten im Hauptbahnhof werden von Sanifair betrieben. RN-Foto (A) Menne Foto: Dieter Menne

Freitagmorgen, 4.30 Uhr, erlebte eine 23-Jährige in einem vermeintlich sicheren Bereich Abscheuliches: Sie hielt sich in einer Kabine der Toilettenanlage am Hauptbahnhof auf, als plötzlich die Tür aufgeschlossen wurde. Ein 49-jähriger Mitarbeiter der Anlage soll die Frau aus Herne im unbekleideten Schritt und dann an der Brust berührt haben.

Sexualdelikt am Hauptbahnhof

Mann fasst Frau in den Schritt

DORTMUND Sie saß auf der Toilette im Dortmunder Hauptbahnhof. Plötzlich öffnete sich die Tür der Kabine. Vor ihr stand ein Mitarbeiter der Anlage – und fasste die 23-Jährige in den Schritt. mehr...

Zwei Begleiter der 23-Jährigen warteten draußen auf die junge Frau – beim Aufeinandertreffen sei sie in Tränen ausgebrochen, schilderte am Montag ein Sprecher der am Hauptbahnhof zuständigen Bundespolizei. Das Trio ging umgehend zur Wache der Bundespolizei und erstattete Anzeige. Gegen den 49-jährigen Dortmunder, der wegen Diebstahls und Hehlerei polizeibekannt ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung eingeleitet.

Sanifair betreibt Toiletten an Dortmunds Hauptbahnhof

Betreiber der Toilettenanlage ist nicht die Deutsche Bahn, sondern als Mieter Sanifair, eine Tochtergesellschaft der Tank&Rast-Gruppe. Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer sagte am Montag auf Anfrage, dass es einen solchen Vorfall am Hauptbahnhof in seiner Zeit noch nicht gegeben habe: „Wir gehen davon aus, dass das Konsequenzen hat.“ Sprich, „dass dieser Mitarbeiter nicht mehr eingesetzt wird“.

Der Betreiber der Toilettenanlage ist ein Franchise-Nehmer von Sanifair. Für diesen nahm am Montag Tank&Rast-Sprecherin Bettina Schaper Stellung: „Wir nehmen die schwerwiegenden Vorwürfe ausgesprochen ernst. Dementsprechend ist uns an einer schnellstmöglichen Aufklärung gelegen.“

Für den Franchise-Nehmer und Sanifair sei „das einwandfreie Verhalten der Mitarbeiter von größter Bedeutung“: „Sollten sich die gravierenden Vorwürfe im Rahmen der laufenden polizeilichen Ermittlungen bestätigen, werden sich daraus neben strafrechtlichen auch arbeitsrechtliche Konsequenzen ergeben.“ Die Antwort deutet darauf hin, dass der 49-jährige Mitarbeiter bisher nicht entlassen wurde.

Sanifär sagt nicht, welche Konsequenzen man zieht

Die Sprecherin stellte keine weiteren Informationen zur Verfügung und verwies auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen. Die Nachfrage, ob der Mann freigestellt wurde, beantwortete sie nicht. Auch die Frage, was Sanifair unternimmt, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, blieb bisher unbeantwortet.

Die Toilettenanlage sei tagsüber wie nachts durchgängig nur mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin besetzt. Der 49-Jährige hat offenbar mit einem Spezialschlüssel die WC-Kabine geöffnet. Der Schlüssel ist dafür gedacht, in Notfällen die Tür öffnen zu können.

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