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Anschlag auf BVB-Bus

Bleibt Sergej W in U-Haft? Entscheidung steht aus

DORTMUND Im Fall des mutmaßlichen BVB-Bombers Sergej W. hat das Oberlandesgericht Hamm noch nicht über die Verlängerung der Untersuchungshaft entschieden. „Der Antrag ist eingegangen und wird derzeit vom zuständigen Senat geprüft“, erklärte Gerichtssprecher Martin Brandt am Mittwoch auf Anfrage.

Bleibt Sergej W in U-Haft? Entscheidung steht aus

Der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund unmittelbar nach dem Sprengstoff-Anschlag am 11. April 2017. Foto: dpa

Das Dortmunder Landgericht hatte vor einer Woche beantragt, die U-Haft für den 28-jährigen Beschuldigten um drei Monate zu verlängern. Grundsätzlich dürfen zwischen der Inhaftierung eines Beschuldigten und dem Beginn der Gerichtsverhandlung maximal sechs Monate vergehen. Diese Frist kann jedoch vom Oberlandesgericht ausgedehnt werden, wenn zum Beispiel der Aufwand eines Verfahrens übermäßig hoch ist.

Genau dies führt das Landgericht als Begründung für den Antrag auf Fristverlängerung an. Außerdem habe es kürzlich einen Wechsel bei den Verteidigern von Sergej W. gegeben.

Der derzeitige Schwebezustand – seit der Inhaftierung sind inzwischen mehr als sechs Monate vergangen, ohne dass das Oberlandesgericht die beantragte Verlängerung genehmigt hat – bedeutet nicht, dass Sergej W. die Aussicht hat, bald aus formalen Gründen freigelassen werden zu müssen. „Bis zu einer Entscheidung des Senats ruht die Sechs-Monats-Frist“, erklärte Gerichtssprecher Brandt am Mittwoch.

HÖCHSTEN Borussia Dortmund hat sich gut vier Monate nach dem Anschlag nahe des Teamhotels endgültig gegen einen Wechsel des Mannschaftsquartiers entschieden. Das "l'Arrivée" im Dortmunder Stadtteil Höchsten bleibt somit vor Heimspielen das BVB-Mannschaftshotel. Entscheidend für diese Wahl war ein Wunsch der Spieler.mehr...

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