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Ferienprogramm im Balou

Brackeler Kinder inszenieren Stopp-Motion-Filme

Brackel Stop-Motion-Filme schaffen Bewegung aus dem Stillstand. Im Kulturzentrum Balou konnten sich Kinder in dieser Filmtechnik ausprobieren. Heraus kam unter anderem ein Kurzfilm über einen Pferdeklau. Die Ergebnisse des Workshops gibt es hier zum Anschauen.

Brackeler Kinder inszenieren Stopp-Motion-Filme

Die Plastik-Protagonisten der Zombie-Apokalypse standen in Brackel im Scheinwerferlicht. Foto: Bastian Pietsch

Es ist ein angenehmer Sommertag, leichte Wolken ziehen über den Himmel, eine Gruppe Fahrradfahrer radelt vorbei. Auf einer Weide stehen zwei Pferde. Plötzlich fährt ein Auto vor. Zwei Menschen führen die Pferde auf die Ladefläche, dann braust das Auto davon. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf und eine wilde Jagd beginnt.

Dieser dramatische Pferdediebstahl fand gestern im Kulturzentrum Balou statt und ist – glücklicherweise – nur eine Filmszene. Regie führten die Kinder des Herbstferienangebots „Alles wahr oder doch nur ein Trick?“. An drei Tagen konnten sie sich mit Stopmotion und anderen Arten des Trickfilms auseinandersetzen und selbst Filme produzieren.

Millimeterarbeit

Bei einem Stop-Motion-Film werden einzelne Fotos von einer Szene zu einem Film zusammengefügt. Die Szene wird dabei in jedem Foto minimal verändert, sodass im Film an Ende eine Bewegung zu erkennen ist. Bei zwölf Bildern in der Sekunde und gerne auch mehreren Figuren in einer Szene bedeutet das ziemlich aufwendige Millimeterarbeit. Da ist es erstaunlich, wie selbstverständlich die Kinder ihre Filme anpacken.

Die Protagonisten in den Filmen der Feriengruppe sind meist aus Plastik: Lego- und Playmobilfiguren haben die Kinder von zu Hause mitgebracht. Die Hintergründe ihrer Filme haben sie aus Pappe gebastelt. Mit dem richtigen Licht wirkt dann auch alles wie im großen Kino.

Produktion per App

Produziert wird allerdings nicht etwa mit einer großen Kameraausrüstung, sondern ganz intuitiv mit dem Tablet-Computer. Mit einer App nehmen die Kinder erst die einzelnen Fotos auf und fügen sie dann zu einem Film zusammen. Geräusche und Hintergrundmusik liefert die App auch mit. Die Dialoge der Charaktere sprechen die Kinder selbst ein.

„Eigentlich hatte ich mir ja ein Programm überlegt“, erzählt Karla Christoph. Die Künstlerin arbeitet selbst oft mit Stopmotion und leitet die Feriengruppe an. „Die Kinder sind aber so kreativ dabei, da läuft das eigentlich von allein.“

Weltuntergang im Kleinen

Immer zu zweit arbeiten die Kinder an ihren Projekten. Das hilft nicht nur bei der Kreativität. „In der Gruppe ergänzen sich die Kinder auch gegenseitig“, sagt Karla Christoph. „Es sind auch schon ein paar neu Freundschaften entstanden.“

Zusammen ist man außerdem auch besser für die gefährlichen Abenteuer in den Filmen gewappnet. Nicht nur Pferde werden da entführt, sondern auch Prinzessinnen gerettet. Ein Film beschwört sogar direkt die Zombi-Apokalypse. Mit Legofiguren wird zuerst die Verwandlung vom Lebenden zum lebenden Toten inszeniert. Dann machen sich die Zombies mit einem Gefährt auf die Jagd – vermutlich nach menschlichen Gehirnen. Dramatik, wie sie in der Blockbuster-Serie „The Walking Dead“ Millionen Menschen fasziniert.

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