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Gewerbepark Huckarde

Dokom21 weiht größtes Rechenzentrum im Ruhrgebiet ein

HUCKARDE Dortmunds städtischer Telekommunikationsdienstleister Dokom21 hat am Montag sein fünftes Zentrum eingeweiht - mit 2600 Quadratmetern Fläche für Serverschränke ist es das größte im Ruhrgebiet. Das Geschäft mit Rechenzentren läuft für Dokom gut, wovon auch die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) profitieren.

Dokom21 weiht größtes Rechenzentrum im Ruhrgebiet ein

Sie (v.l.) drückten einen Knopf ohne Funktion (in Betrieb geht das Rechenzentrum im November): DSW-Chef Guntram Pehlke, Dokom-Chef Jörg Figura, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber und Dokom-Bereichsleiter Thomas Schnürer.

Es sei „wunderschön“, sagt Guntram Pehlke, Chef der Dortmunder Stadtwerke (DSW 21), über das neue Rechenzentrum der DSW-Telekommunikations-Tochter Dokom 21. Nun liegt Schönheit im Auge des Betrachters; daher sehen manche in dem Bau an der Straße Fallgatter im Gewerbepark Hansa in Huckarde auch nur einen grauen Betonklotz.

Das Rechenzentrum wurde am Montagnachmittag mit großer Feier und vielen Gästen eingeweiht. Und mit ungewöhnlich großer Medienpräsenz: Vermutlich, weil das Rechenzentrum mit 2600 Quadratmetern Fläche das größte im Ruhrgebiet ist.

Dokom muss gewährleisten, dass die Server geschützt bleiben

Unternehmen können hier Flächen von einzelnen Regalen bis hin zu zig Quadratmeter umschließenden Gitterkäfigen anmieten, um ihre Server mit sensiblen Geschäftsdaten auszulagern. Dokom muss gewährleisten, dass die Server geschützt bleiben, ganz gleich, was außerhalb des 65 Meter langen Gebäudes an Nässe, Kälte, Hitze oder Erschütterung zu spüren ist.

In der ersten Novemberwoche ziehen die ersten Serverschränke von Kunden ein. Namen von Kunden nennt Dokom-Geschäftsführer Jörg Figura nicht, es seien aber „große Dortmunder Unternehmen“ darunter, und „Wiederholungstäter“. Also Firmen, die bereits Server in einem der anderen vier Rechenzentren von Dokom stehen haben.

Diese sind komplett belegt, das neue Zentrum komme daher gerade recht, sagt Figura. Die Nachfrage nach Platz in Rechenzentren sei hoch, viele Unternehmen entschieden sich für die Auslagerung ihrer Systeme. Aus Platzgründen, weil das Datenvolumen rasant wächst; aber auch aus Sicherheitsgründen.

Rechenzentren tragen knapp 20 Prozent zum Dokom-Umsatz bei

Für Dokom ist das Geschäft mit den Rechenzentren mittlerweile ein wichtiges: Es trage schon bisher knapp unter 20 Prozent zum Jahresumsatz des Unternehmens (2016: 30 Millionen Euro) bei, sagt Figura. Das für zehn Millionen Euro neu gebaute Rechenzentrum soll binnen fünf Jahren vermarktet sein – dann könnte das Rechenzentrums-Geschäft ein Drittel des Dokom-Umsatzes ausmachen.

Vielleicht ist auch so zu erklären, dass DSW-Chef Pehlke das Rechenzentrum „wunderschön“ findet: Wenn die „Perle Dokom 21“ (O-Ton Pehlke) damit gute Geschäfte macht, profitieren auch die finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Stadtwerke davon. 2016 über überwies Dokom 5,7 Millionen Euro an DSW.

Parksituation während der Bauphase nervte manche Nachbarn

Das neue Rechenzentrum liegt am Wendehammer der Straße Fallgatter. Dieser war am Montag von Anhängern mit Stromaggregaten zugeparkt – ein kleiner Protest des Chefs der dort ansässigen Firma Strom Rent, Frank Schmittdiel. „Drei Monate lang war der ganze Wendehammer zugeparkt“, berichtete er. Mehrere Nachbarn seien durch abgestellte Fahrzeuge von Handwerkern bei der Anlieferung beeinträchtigt gewesen; das Ordnungsamt habe auf entsprechende Hinweise aber nicht reagiert. Dass das damit zu tun hat, dass hier für eine städtische Tochter gebaut wurde, können die Nachbarn nur vermuten.

Figura sagt, dass bis zu 50 Handwerker gleichzeitig vor Ort waren. Da würden Parkplätze eben knapp, man habe sich aber arrangieren können.


 

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