Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Vor Gericht gescheitert

Dortmunder Rieselfelder: Landwirt muss zahlen

Dortmund/Datteln Die historischen Rieselfelder der Stadt Dortmund kosten einen Landwirt aus dem benachbarten Datteln jedes Jahr knapp 270 Euro. Sein Versuch, die Kosten für die Pflege der ehemaligen Abwassergräben loszuwerden, ist am Donnerstag vor Gericht gescheitert.

Dortmunder Rieselfelder: Landwirt muss zahlen

Der Dortmunder Landwirt scheiterte vorm Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Foto: Foto: Peter Bandermann

Die zwischen 1892 und 1998 angelegten Gräben dienten ursprünglich der Verrieselung der Abwässer der Stadt Dortmund. Heute befindet sich dort allerdings vor allem Landwirtschaft. Die schmalen Gräben, die auf Dattelner Gebiet liegen, werden allerdings immer noch gepflegt.

Geht um Topografie

2014 hatte die Stadt Datteln schließlich damit begonnen, die Anlieger an den Kosten der Pflege und Reinigung zu beteiligen. Unter anderem einen Landwirt, der im Randbereich von Lippe und Schwarzbach rund neun Hektar Ackerland besitzt. Genau das wollte der jedoch nicht akzeptieren.

„Von meinen Feldern fließt überhaupt kein Wasser in die Gräben“, sagte er am Donnerstag im Prozess vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Alles würde versickern oder sofort weitergeleitet. Überzeugen konnte er die Richterin allerdings nicht. Bei der Gebührenerhebung geht es nämlich gar nicht um die tatsächliche Ableitung von Wasser, sondern allein um die Topografie.

Landwirt zieht Klage zurück

Und die ist nun mal so, dass einige Felder des Landwirts tatsächlich ein minimales Gefälle zu zwei Gräben der ehemaligen Rieselfelder aufweist. „Es wird nicht darauf geschaut, ob tatsächlich Wasser versickert“, so die Richterin. Man überprüfe nur, wo das Wasser hinlaufen könnte. „Und das ist nun einmal nach unten.“

Nach Ansicht des Landwirt handelt es sich dabei allerdings um eine rein theoretische Betrachtungsweise. „Sie werden keine Stelle finden, an der von meinen Feldern Wasser in einen der Gräben fließt“, sagte er im Prozess. Weil er mit seiner Betrachtungsweise rechtlich jedoch auf verlorenem Posten stand, zog er seine Klage am Ende enttäuscht zurück.

Anzeige
Anzeige