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Ehemaliger SPD-Unterbezirkschef

Dortmunder SPD trauert um Franz-Josef Drabig

SCHARNHORST Die Dortmunder SPD hat einen ihrer prägenden Köpfe und streitbaren Geister verloren: Franz-Josef Drabig ist tot. Der langjährige Unterbezirksvorsitzende ist in der Nacht zu Dienstag im Alter von 62 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Drabigs politische Laufbahn hatte Höhen und Tiefen.

Dortmunder SPD trauert um Franz-Josef Drabig

Franz-Josef Drabig ist gestorben. (A) Menne Foto: Dieter Menne

Franz-Josef Drabig war seit 1972 in der SPD, von 1989 bis 2004 Mitglied im Rat der Stadt, von 1994 bis 1999 Fraktionsvorsitzender. Sein Schwerpunkt war dabei die Stadtentwicklung und Stadtplanung.

Nach einer Rotlichtaffäre scheiterte Franz-Josef Drabig am 10. Dezember 1998 als Oberbürgermeisterkandidat, weil ihm fünf SPD-Fraktionsmitglieder die Gefolgschaft verweigert hatten.

Doch der Machtpolitiker kam zurück, wurde Anfang 2006 SPD-Vorsitzender im Unterbezirk Dortmund, dem größten Unterbezirk Deutschlands, ein Amt, das er acht Jahre innehatte.

Fraktions-Chef Schilff: Ein Mann mit Ecken und Kanten

In dieser Funktion hat Drabig die Partei in Dortmund belebt, ihr wieder mehr Gewicht in der Stadtgesellschaft und auf Landesebene verliehen, dabei den Parteinachwuchs eingebunden und die Partei auch für Nichtmitglieder geöffnet. Seit April 2008 war Drabig auch Mitglied im Landesvorstand der NRW-SPD.

Norbert Schilff, Chef der SPD-Ratsfraktion, erinnert sich an Drabig als „Mensch mit Ecken und Kanten, nicht unumstritten, er hat manchmal provoziert, aber er war ein echter Mensch.“

Drabig machte Karriere bei Thyssen-Krupp und RWE

Seine berufliche Laufbahn begann Franz-Josef Drabig mit einer kaufmännischen Ausbildung, war bei Hoesch, später Thyssen-Krupp Steel im Controlling tätig und zuletzt Leiter der Konzern-Immobilien RWE.

Franz-Josef Drabig hinterlässt eine Ehefrau und einen 16-jährigen Sohn. Die Trauerfeier ist für Ende nächster Woche geplant.

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