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Fusion von Thyssenkrupp mit Tata Steel

Dortmunder Stahlkocher bangen um Arbeitsplätze

DORTMUND Aufträge hat Thyssenkrupp-Steel Europe auf dem Gelände der Westfalenhütte genug. Trotzdem bangen die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Der Grund: Die Fusion das Konzerns mit dem indischen Stahlunternehmen Tata Steel.

Dortmunder Stahlkocher bangen um Arbeitsplätze

Auf der Westfalenhütte bangen Thyssen-Mitarbeiter um ihre Jobs. Foto: www.blossey.eu

Rund 500 Beschäftigte kamen gestern in der Versammlungshalle auf dem Firmengelände zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung zusammen. Die Versammlung war nicht-öffentlich, deshalb berichtete Sabine Birkenfeld hinterher im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Wir wollen jetzt vom Unternehmens-Vorstand Klarheit über die Stellenverluste. Wenn wir die nicht bekommen, werden wir es auf der Straße austragen müssen“, so die Arbeitnehmervertreterin. „Möglichst viele Busse“ sollen dann am 23. November von Dortmund zur Großdemonstration aller zehn Deutschland-Standorte nach Andernach fahren. Parallel zur Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Essen sollen dann tausende Mitarbeiter ihren Protest gegen die Fusion deutlich machen. Bis zu diesem Freitag soll sich die Unternehmensspitze äußern.

Westfalenhütte: Aktuell gilt die 32-Stunden-Woche

„Im Moment wissen wir nichts“, sagt Sabine Birkenfeld. Wie viele der angekündigten 2000 Jobs, die im Zuge der Fusion wegfallen sollen, in Dortmund wegfallen werden, sei völlig offen. Auch wie es mit dem derzeitigen Haustarif weitergehe, wenn es Anfang 2018 tatsächlich zur Fusion kommt, sei fraglich.

Derzeit gilt bei Thyssenkrupp auf der Westfalenhütte eine 32-Stunden-Woche bei Lohneinbußen. Im Gegenzug wurde den Beschäftigten der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen zugesichert. „Mit der Fusion wäre das alles wieder infrage gestellt“, so Birkenfeld. Auch die Investition in eine neue Feuerbeschichtungsanlage rücke in weite Ferne. „Dabei war die Zusage schon greifbar nah. Aber jetzt wissen wir doch nicht, was es bei Tata gibt und was nicht“, sagt die Betriebsratsvorsitzende.

Mit den rund 500 Teilnehmern an der Betriebsversammlung zeigte sie sich zufrieden. „Das ist angesichts des Schichtbetriebs, der hier mit insgesamt 1350 Beschäftigen gefahren wird, eine sehr gute Resonanz.“

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