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TU Dortmund

H-Bahn soll um 600 Meter verlängert werden

DORTMUND 2003 ist der vorerst letzte, rund 1,2 Kilometer lange Abschnitt der H-Bahn bis zum Technologiezentrum eröffnet worden. Damals gingen die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) das Projekt mit eher spitzen Fingern an. Nun plädiert Verkehrsvorstand Hubert Jung für den Weiterbau..

H-Bahn soll um 600 Meter verlängert werden

Die H-Bahn an der TU Dortmund und dem Technologiezentrum soll bald auf einer verlängerten Strecke fahren können. Foto: Stephan Schütze

Helmut Engelhardt war die Skepsis anzumerken. „Ob wir die H-Bahn später ausbauen, hängt davon ab, wie sich die Fahrgast- und Einnahmezahlen entwickeln“, ließ sich der damalige Verkehrsvorstand von DSW21 vernehmen. Das war im Jahre 2000. Nach zähen Gesprächen mit der Stadt war es gelungen, DSW21 das „Ja“ zum Weiterbau bis zum Technopark/Fraunhofer Institut abzuringen.

Darüber hinaus sollte erst einmal nichts mehr passieren. Hintergrund: Als 100-prozentige Mutter der H-Bahn-Gesellschaft mussten die Stadtwerke für die Verluste ihrer Tochter geradestehen. Bei DSW21 überwogen die Zweifel, ob ausreichend Fahrgäste in die fahrerlosen Kabinenbahnen steigen würden.

Mehr Arbeitsplätze im Technologiezentrum

Inzwischen hat sich der Wind gedreht. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Arbeitsplätze im Technologiepark kontinuierlich gestiegen, merkt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung an.

Viele der dort tätigen Mitarbeiter nutzten die H-Bahn bis zur Endhaltestelle Technologiezentrum, müssten von dort aber „teilweise noch einige hundert Meter“ zu ihrem Arbeitsplatz laufen. „Aus meiner Sicht wäre jetzt eine rasche Verlängerung bis zum Hauert sinnvoll“, sagt Jung. Langfristig auch bis zum „Weißen Feld“ in Oespel, wie im Masterplan Wissenschaft beschrieben.

6,7 Millionen Euro Kosten

„Wir werden quartalsweise vom Planungsamt gefragt, wie weit wir mit Vorbereitungen sind“, sagt Rolf Schupp, Geschäftsführer der H-Bahn-Gesellschaft. Die Kosten für den knapp 600 Meter langen Weiterbau bis zur Straße Hauert sind bereits berechnet, Schupp beziffert sie mit 6,7 Millionen Euro.

90 Prozent der Investition könne als Zuschuss vom Land überwiesen werden. „Ein großer Vorteil ist, dass wir für den Ausbau kein zusätzliches Fahrzeug benötigen“, sagt Schupp. Vier Hängebahnen sind derzeit in Betrieb. Die fünfte ist bestellt – sie wird ohnehin benötigt, weil die H-Bahn nach dem Willen des Rates 2018 auch samstags fahren soll.

Ergänzungsstrecke könnte 2020/21 in Betrieb gehen

Voraussetzung für die zügige Realisierung seien Baubeschlüsse des DSW21-Vorstandes und des Rates der Stadt, so Schupp. Am besten noch 2018. Für die notwendige Planfeststellung, sie ist Sache der H-Bahn-Gesellschaft, veranschlagt Schupp rund ein Jahr.

Danach könne der Förderantrag eingereicht und die Bauausschreibung auf den Wege gebracht werden. Bei zügigem Verlauf könnte die Ergänzungsstrecke Ende 2020/Anfang 2021 in Betrieb gehen.

Weitere Verlängerung möglich

Das wünscht man sich auch bei der Technologiezentrum Dortmund GmbH. „Der Bedarf ist in jedem Fall da“, findet Prokuristin Martina Blank. Sie verweist auf Unternehmen wie beispielsweise Boehringer Ingelheim mit Sitz am Hauert 7. „Dort gibt es produzierende Betriebe mit vielen Mitarbeiterin, die alle Mobilitätsbedarf auslösen.“

Auch die Stadtspitzen finden Gefallen an einer Fortführung des H-Bahn-Projektes. „Die Stadt würde eine Verlängerung bis Hauert und perspektivisch bis ins Weiße Feld“ begrüßen, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde.

  • 1984 wurde die H-Bahn in Betrieb genommen, 2003 folgte das vorerst letzte Teilstück bis zum Technologiepark.
  • Auf dem rund drei Kilometer langen Streckennetz werden täglich bis zu 8000 Fahrgäste befördert.
  • Die H-Bahn verkehrt auf zwei Linien: Linie 1 führt von Eichlinghofen bis zum Technologiepark. Linie 2 verbindet den Campus Süd mit dem Campus Nord.
  • Frühere Planspiele, unter anderem das Parkhaus Barop ins Streckennetz einzubinden, sind nie realisiert worden.

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