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Demo gegen Räumung

Hannibal-Bewohner wollen vor Rathaus protestieren

DORTMUND Seit drei Wochen ist der Wohnkomplex Hannibal II im Westen der Stadt geräumt, nach wie vor sind die Mieter im Unklaren, wie es für sie weitergeht. Am Samstag will ein Teil von ihnen in der Innenstadt demonstrieren. Ihre Forderungen an die Stadt sind weitreichend.

Hannibal-Bewohner wollen vor Rathaus protestieren

Die mehr als 400 Wohnungen des Dorstfelder Hannibals sind momentan aus Brandschutzgründen nicht bewohnbar. Alle Mieter des riesigen Komplexes müssen vorerst woanders unterkommen. Die Feuerwehr leitete am Donnerstag die Evakuierung ein.

Mit einer Demonstration wollen am Samstag (14. Oktober) Bewohner des geräumten Wohnkomplexes Hannibal II auf ihre Situation aufmerksam machen. Die neu gegründete „Initiative Hannibal II“ will ab 13 Uhr vom Treffpunkt Katharinentreppe zum Rathaus ziehen.

Die Initiative hatte sich am vergangenen Dienstag (10. Oktober) gegründet, rund 15 Bewohner hatten sich in der Nordstadt auf Einladung der „Sozialistischen Alternative“ getroffen, sich dort formiert und die Demonstration initiiert. Die Menschen fordern sofortige Lösungen für ihre Wohnsituation, so soll die Stadt Hotels anmieten.

Auch wollen sie für die Belastungen der letzten Tage entschädigt werden, weiter soll der Hannibal in öffentliches Eigentum überführt werden, damit die Stadt ihn sanieren kann. Die entstandenen Kosten soll Intown als Betreiber der Immobilie zahlen. Bisher, so die Initiative, sei Menschen nicht geholfen worden.

Von Hannibal-Besitzer hört man wenig

Die Stadt Dortmund hatte das Gebäude mit einer Fläche von knapp 28.000 Quadratmetern Wohnfläche in den Abendstunden des 21. September geräumt. Zuvor hatte eine Brandschutzbegehung stattgefunden, bei der laut Aussage der Stadt erhebliche Brandschutzmängel festgestellt worden waren, die eine Räumung unausweichlich gemacht hätte.

Die Firma Intown, die sich selbst als Eigentümer des Gebäudes bezeichnet, hat gegen die Räumung Klage eingereicht. Während die Stadt ihrerseits die 752 Menschen teilweise in Wohnungen und ehemaligen Flüchtlingsunterkünften untergebracht hat sowie zum Beispiel eine Anlaufstelle in Hannibal-Nähe eingerichtet hatte, hört man von Intown wenig. Auf Presseanfragen reagiert das Unternehmen nicht, auch auf den bisher zwei von der Stadt organisierten Informationsveranstaltungen war kein Vertreter des Unternehmens mit Sitz in Berlin.

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