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Konzert im Subrosa

Heimspiel für die Kölner Rockband „Illegale Farben“

Dortmund Es war ihre Dortmund-Premiere und dennoch fühlte es sich wie ein Heimspiel an. Am Samstagabend trat die Kölner Rockband „Illegale Farben“ in der voll besetzten Szenekneipe Subrosa auf. Viele Musikfans waren vor allem wegen eines Bandmitglieds gekommen.

Heimspiel für die Kölner Rockband „Illegale Farben“

Mit der australischen Sängerin Brigitte Handley trat die Kölner Band Illegale Farben in der Szenekneipe Subrosa auf. Foto: Schaper

Neben ihrem 2017 veröffentlichten zweiten Album „Grau“ hatte die Band Illegale Farben mit Schlagzeuger Jens Küchenthal einen ehemaligen Dortmunder mit dabei. Dieser war sicherlich ein Grund mit für ein volles Haus an der Gneisenaustraße in der Nordstadt – oder wie Sänger Thom später anmerkte „Das erste Mal, dass mehr Leute für den Schlagzeuger als für die Band gekommen sind“.

Australische Sängerin als Überraschungsgast

Doch bevor die fünf Musiker die kleine Bühne im Subrosa betraten, gab es noch einen Überraschungsgast. Die australische Sängerin und Gitarristin Brigitte Handley, die auf dem Album als Gastsängerin zu hören ist, präsentierte solo einige ihrer eigenen Songs. Diese waren geprägt von verzerrten Gitarrensounds, ihrer markanten Stimme und musikalisch irgendwo zwischen Indie-Rock und experimentellem Post-Punk angesiedelt.

Eine gute Vorlage für Illegale Farben. Bereits das erste Lied „Marsch ins Verderben“ zeigte, was einen im Laufe des Konzertes erwartete: druckvoller Indie-Punk mit etwas Wave, Neuer Deutscher Welle und einem Hauch Pop. Dazu kamen deutschsprachige Texte, die bildreich und teils politisch sowie sehr eingängig waren. Weitere Songs wie „Schnee-weiß“, „Viel zu viel“ oder „Neonblau“ reihten sich musikalisch dort ein. Das war tatsächlich das einzige Manko. Denn obwohl die Band es wunderbar schaffte, die verschiedenen Stilrichtungen zu bündeln und daraus etwas Eigenes entstehen zu lassen, hörten sich viele Lieder kompositorisch sehr ähnlich an.

Singend auf dem Tresen

Der Stimmung tat dies kein Abbruch. Dazu trug vor allem Sänger Thom bei. Theatralisch und gestenreich raste er unermüdlich über die Bühne, ging immer wieder singend und tanzend in die Menge und stand zum Ende der Show sogar singend auf dem Tresen. Interessant war auch das musikalische Zusammenspiel auf der Bühne. Ein treibendes Schlagzeug, der groovige Bass und drei Gitarren wirkten extrem druckvoll. Und vor allem sehr tanzbar. Es machte einfach Spaß, den Jungs zuzuhören und sie hatten sichtlich ebenfalls viel Spaß auf der Bühne.

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