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Beim Umzug in Lütgendortmund

Pferd verletzt sich: St. Martin muss laufen

LÜTGENDORTMUND Eigentlich läuft ein großer Martinszug ja so ab: Viele Kinder und viele Eltern laufen mit vielen Laternen durch die Straßen. An der Spitze läuft eine Kapelle und davor St. Martin auf einem echten Pferd. In Lütgendortmund war das am Sonntag ein bisschen anders.

Pferd verletzt sich: St. Martin muss laufen

St. Martin ohne Pferd. Das nämlich war vor der Reise nach Lütgendortmund umgeknickt und konnte seinen Dienst nicht antreten. Foto: Stephan Schütze

Dass das Wetter nicht perfekt gewesen ist, ist eigentlich nur eine Randnotiz. Fast schon ist es Gewohnheit, dass es anfängt zu regnen, sobald der lange geplante und große Martinszug sich in Bewegung setzt. So war es auch am Sonntag in Lütgendortmund. Also war eigentlich alles wie immer. Fast jedenfalls.

Denn bevor es gegen 17.30 Uhr losging und sich die Kinder mit ihren Laternen durch den Stadtteil aufmachen wollten, gab es eine Lautsprecherdurchsage. Die Menschen kamen gerade aus den Geschäften, weil verkaufsoffener Sonntag war, oder sammelten sich schon am Startpunkt. Dann hörten sie durch die Anlage, dass es an diesem Nachmittag kein Pferd geben wird, auf dem St. Martin sitzen könne.

Pferd umgeknickt

„Der Besitzer hat das Pferd nicht aus der Box rausbekommen“, sagt Mitorganisator Günter Eustrup. Dabei sei das Tier wohl umgeknickt - und nicht mehr einsatzfähig gewesen. „Und auf die Schnelle bekommt man kein Ersatz-Pferd“, so Eustrup. Zumal man nicht jedes beliebige Pferd nehmen könne: „Es muss an die vielen Menschen und die Musik gewöhnt sein.“

Also habe das Organisationsteam improvisiert, die Lautsprecherdurchsage gemacht und Martin einfach zu Fuß auf die Strecke geschickt. Ein paar enttäuschte Gesichter entlang der Strecke habe es gegeben, sagt Eustrup. Aber alles in allem seien die Organisatoren zufrieden mit dem gesamten Tag, zu dem auch die offenen Geschäfte gehörten.

Brüggen. „Ich geh mit meiner Laterne...“ - das singen die Kinder bald wieder bei den Martinszügen. Zwei Martinsfreunde wollen die Anerkennung der Tradition als Welterbe - und sie damit auch schützen.mehr...

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