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Gerichtsprozess

Swingerclub muss weiter selbst Strom produzieren

DORTMUND Das wird ein teurer Spaß: Weil auch vor Gericht keine Einigung möglich war, muss ein Dortmunder Swingerclub seinen Strom weiter selbst produzieren - per Notstromaggregat. Der Grund für das Scheitern des Clubs vor Gericht ist kurios.

Swingerclub muss weiter selbst Strom produzieren

Das Landgericht Dortmund.

Es war der 14. März, als es in dem Club im Dortmunder Osten plötzlich zappenduster wurde. Zwei Tage lang gab es keinen Strom, dann hatte die Chefin ein Notstromaggregat organisiert. Das steht seitdem auf dem Parkplatz, direkt neben einem mobilen Dieseltank. 

Weil das aber natürlich „Hölle teuer“ ist, wie sich die Anwältin des Clubs am Freitag vor dem Dortmunder Landgericht ausdrückte, sollte die DEW gezwungen werden, den Strom so schnell wie möglich wieder anzustellen. Doch das hat nicht geklappt. 

30.000 Euro offene Rechnungen

Die DEW behauptet, dass noch Rechnungen von knapp 30.000 Euro offen sind. Außerdem soll jemand am Zählerschrank herumgefummelt und illegal Strom abgezapft haben. Vor Gericht wurde sogar von Lebensgefahr gesprochen.

Ob die Vorwürfe stimmen, ist allerdings unklar. Auf Seiten des Swingerclubs ist man überzeugt, dass einfach nur der Zähler nicht richtig funktioniert hat. Deshalb seien so hohe Zahlungen (immerhin das Dreifache von früher) aufgelaufen. Und das, so hieß es vor Gericht, könne ja wohl nicht sein. Deshalb sei schließlich auch eine Eich-Überprüfung beantragt worden. Die habe es jedoch bis jetzt nicht gegeben. 

Club verklagte die falsche Firma 

Verloren wurde der Prozess aber aus einem ganz anderen Grund. Laut Urteil hätte der Swingerclub nicht die DEW, sondern die Dortmunder Netz GmbH verklagen müssen. Denn nur sie könne den Strom auch wirklich ab- und anstellen.

Hoffnung auf Einigung gibt es trotzdem. DEW und Club wollen sich nun außergerichtlich zusammensetzen.

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