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Raver unter Drogeneinfluss

Syndicate-Besucher will Eistee mit imaginärem Geldschein bezahlen

DORTMUND Das waren wohl ein paar Drogen zuviel: Ein Besucher des Elektro-Festivals Syndicate hat am Sonntagmittag im Hauptbahnhof Dortmund versucht, mit einer imaginären Banknote einen Eistee zu bezahlen. Das fanden die Bundespolizisten, die neben ihm standen, gar nicht witzig.

Syndicate-Besucher will Eistee mit imaginärem Geldschein bezahlen

Bundespolizisten im Hauptbahnhof Dortmund.

Nach einer durchgefeierten Nacht beim Syndicate-Festival in der Westfalenhalle hatte ein 24-jähriger Mann aus Köthen in Sachsen-Anhalt Durst: Im Dortmunder Hauptbahnhof versuchte der laut Bundespolizei offensichtlich unter Drogeneinfluss stehende Raver am Sonntagmittag, in einem Asia-Imbiss einen Eistee zu stehlen. Doch dabei wurde er erwischt.

Als er das Getränk - im Beisein von zwei Bundespolizisten - dann doch bezahlen wollte, zog er mit großer Selbstverständlichkeit seine Geldbörse, griff hinein und holte einen Geldschein heraus. Das dachte er zumindest. Denn tatsächlich hatte er nichts zwischen seinen Fingern. "Im festen Glauben, eine Banknote in seiner Hand zu halten, hielt er dem Imbissmitarbeiter immer wieder seine leere Hand hin", beschreibt die Bundespolizei die bizarre Szene in einer Pressemitteilung.

Die beiden daneben stehenden Bundespolizisten beendeten schließlich die Posse. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden sie noch geringe Mengen Speed bei dem jungen Mann. Die Folge: Neben einem Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls muss er sich auch wegen unerlaubten Drogenbesitzes verantworten, schreibt die Bundespolizei.

Drogen in Überraschungseiern und Schlüsselanhängern

Abseits der Eistee-Episode zählte die Bundespolizei noch 36 weitere Drogendelikte, die Syndicate-Besucher am Hauptbahnhof bei der An- und Abreise zum Festival verübten. "Als bevorzugte Rauschmittel konnten Bundespolizisten vor allem Amphetamine, Ecstasy und Marihuana sicherstellen", schreibt die Bundespolizei. In zwei Fällen wurde auch Heroin sichergestellt.

"Bei den Verstecken für die Rauschmittel zeigten sich die Drogenbesitzer durchaus kreativ", so die Bundespolizei. "Neben Überraschungseiern wurden die Drogen auch in Schlüsselanhängern und vor allem in der Kleidung versteckt."  In allen Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet.

 

Korrektur: In einer ersten Version dieses Artikels stand, der Raver habe die Flasche zuerst aus eigenen Stücken bezahlen wollen. Das ist nicht richtig. Zuvor hatte er versucht, den Eistee zu stehlen. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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