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Tipps für den Herbst

Wohin mit den Laubbergen in Dortmund?

DORTMUND Wenn die Blätter von den Bäumen fallen und den Weg zur Arbeit zur Rutschpartie werden lassen, haben nicht wenige Fragezeichen im Kopf. Wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wohin mit den Laubbergen in Dortmund?

Bis zu 5000 Tonnen Laub muss die EDG in jedem Jahr von den Straßen und Gehwegen in Dortmund holen. Foto: Frauke Schumann

Wer ist für das Laub auf den Gehwegen zuständig?

Für die Beseitigung des Laubs im öffentlichen Raum, auf Straßen und Gehwegen ist die EDG (Entsorgung Dortmund GmbH) zuständig. Die Laubbeseitigung auf privaten Parkplatzflächen muss speziell bei der EDG beantragt werden.

Das steht im Gegensatz zum Winterdienst, wo der Grundstückseigentümer selber für den Gehweg vor seinem Haus verantwortlich ist. Für die vielen Freiflächen und Gärten in Dortmund sind die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich.

Was ist, wenn Blätter von Bäumen, die nicht auf meinem Grundstück stehen, auf mein Grundstück fliegen?

Handelt es sich um einen städtischen Baum und das Laub weht auf ein Privatgrundstück, muss der Grundstückseigentümer das Laub entsorgen, erklärt die EDG. Es müsse dort beseitigt werden, wo es anfällt.

Grundstückseigentümer müssen auch den Laubbefall vom Grundstück des Nachbarn hinnehmen und entfernen, denn das Beseitigen von Laub aus der Nachbarschaft ist dem Eigentümer des Grundstücks zuzumuten, so die EDG.

Können Nachbarn verlangen, dass ich meine Sträucher oder Bäume schneide, um Laub vorzubeugen?

Nein. Dies kann nur dann verlangt werden, wenn Zweige vom Baum des Nachbarn auf das eigene Grundstück ragen.

Früchte, Tannenzapfen oder abgestorbene Blüten, die vom Grundstück des Nachbarn auf das eigene Grundstück fallen, muss der Grundstückseigentümer dulden.

Wem gehört das Laub oder auch Streuobst, das auf Grundstücken liegt?

Das Obst, das vom Baum des Nachbarn in den eigenen Garten fällt, darf gemäß § 911 des Bürgerlichen Gesetzbuches – genauso wie das leidige Laub – behalten werden.

Wie sammelt man richtig Laub?

Wer das Laub komplett loswerden möchte, kann es in der Bioabfalltonne entsorgen oder den Service der EDG in Anspruch nehmen. Von Oktober bis Dezember stellt die EDG Laubsäcke zur Verfügung – schon seit 2006.

Zwölf Laubsäcke à 60 Liter können gekauft werden. Ein Zwölferpaket kostet 1,50 Euro. Die Abholung der vollen Laubsäcke erfolgt durch die EDG. Dafür müssen Mieter oder Grundstückseigentümer die EDG-Laubsäcke am jeweiligen Morgen des Straßenreinigungstages bis 7 Uhr an den Straßenrand stellen.

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Was passiert mit dem abgeholten Laub?

Das Laub wird der EDG zum einen in loser Schüttung angeliefert. Das heißt, das Laub, welches auf Straßen und Gehwegen zusammengefegt wird, wird zunächst im Straßenraum gesammelt und dann in mobilen Transportcontainern zu einer Gesellschaft im EDG-Unternehmensverbund, der Domig, transportiert. Bei der Domig im Hafengebiet werden auch die gesammelten Laubsäcke angeliefert.

Nach einer Vorsortierung – zum Beispiel dem maschinellen Entfernen der Kunststoffsäcke – wird das Material dann zu Verwertungsunternehmen transportiert, die das Laub entweder zu einem sogenannten Sekundärbrennstoff aufbereitet, als Bodenhilfsstoff dem Ackerbau zuführen oder bei der Produktion von Blumenerde einsetzen, so die EDG.

Warum setzt die EDG keine kompostierbaren Laubsäcke ein, sondern Kunststoffsäcke?

Weil, so berichtet Petra Hartmann von der EDG, kompostierbare Säcke sich selbst zersetzen – und wenn man nicht schnell genug ist, noch bevor man sie genutzt hat. Das sorgt für Verdruss und Ärger.

Was ist, wenn das Laub nicht abgeholt werden konnte?

Wenn aufgrund des Mehraufwands in der Laubzeit die gewohnten Reinigungstage nicht eingehalten werden können, verschiebt sich auch die Abholung der Laubsäcke, erklärt die EDG.

Wer nicht auf den Tag der Reinigung warten möchte, kann die EDG-Laubsäcke zum nächsten Recyclinghof bringen und dort kostenlos ausleeren, um sie erneut zu befüllen. An den jeweiligen Recyclinghöfen wird für die Anlieferung von einem Kubikmeter losem Laub eine Gebühr von zehn Euro erhoben.

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