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Bundesverdienstkreuz

Bundespräsident zeichnet Christoph Metzelder aus

HALTERN/BERLIN Christoph Metzelder wollte sich am Montag auch auf Anfrage nicht näher zu seinem besonderen Verdienst äußern. Dabei hatte er kurz zuvor im Schloss Bellevue in Berlin das Bundesverdienstkreuz aus den Händen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier entgegengenommen.

Bundespräsident zeichnet Christoph Metzelder aus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte dem ehemaligen Profifußballer Christoph Metzelder. Foto: dpa

Der Halterner Ex-Profifußballer, 15 Frauen und neun weitere Männer wurden am Tag des Ehrenamts für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Und weil andere Menschen die ehrenvolle Auszeichnung seiner Meinung nach mehr als er selbst verdient hätten, wolle er sich nicht in besonderem Maße zu seiner Person äußern, übte sich Metzelder in Zurückhaltung.

Fußballer Steinmeier
Es ist aber zu vermuten, dass das Staatsoberhaupt mit Blick auf den Halterner Preisträger eine Anekdote zum Besten gab. Steinmeier berichtete, er habe neulich ein altes Foto von 1966 wiedergefunden, als er in der Fußballmannschaft vom TuS Brakelsiek gekickt habe. „Ich bin zehn Jahre alt, im weiß-roten Trikot – eingerahmt von meinen Freunden und Trainern, also von den Menschen, die die Illusion am Leben hielten, ich würde ein erfolgreicher Fußballspieler. Und die mit Ihrem Ehrenamt uns Kindern so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt – die uns geprägt haben“, sagte der Bundespräsident. Das Engagement der Ehrenamtlichen sei nötig, „damit unser Land funktionieren kann. Die Preisträger seien anderen ein Vorbild. „Sie sind heute hier, weil Sie – zum Beispiel – Mädchen und Jungen den Mut geben, einmal selbst große Fußballspielerinnen und -spieler zu werden.“ Aber auch den Einsatz gegen Antisemitismus und für soziale und ökologischen Fragen erwähnte er. „Ihr Engagement ist ebenso vielfältig wie unsere Gesellschaft. Sie machen Deutschland lebenswert“, sagte Steinmeier.

Auch Christoph Metzler zeigte sich beeindruckt: „Es ist inspirierend, so viele unterschiedliche Menschen kennengelernt zu haben, die sich ehrenamtlich in den Dienst unserer Gesellschaft stellen.“

Etwa 40 Prozent der Bürger über zehn Jahren sind laut Steinmeier ehrenamtlich oder freiwillig engagiert – das sind rund 25 Millionen. Dabei wendeten Ehrenamtliche im Schnitt pro Tag zwei Stunden und sieben Minuten für ihr Engagement auf. Für diesen Dienst solle mit dem Verdienstorden die größte Anerkennung ausgesprochen werden, „die unserem Staat zur Verfügung steht“.

Stiftung gegen Armut
Der 37-jährige Halterner hatte sich schon während seiner Karriere als Profifußballer für soziale Projekte eingesetzt. 2006 gründete er dann die Christoph-Metzelder-Stiftung zur Bekämpfung der Kinderarmut.

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