Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Zu wenig Teilnehmer

Flaesheimer Wandertag wird nicht mehr organisiert

HALTERN Nieselregen begleitete die Wanderer am Sonntag durch die Haard. Das Wetter passte sich der Stimmung an: Norbert Schulte-Althoff verkündete das Aus des Volkwandertags in Flaesheim. Zu gering war zuletzt das Interesse, auch wenn sich 70 Helfer ehrenamtlich engagiert haben.

Flaesheimer Wandertag wird nicht mehr organisiert

Hermann Schulte-Althoff, Klemens Meier und Manfred Busse nahmen die Anmeldungen an und stempelten am Ende die Leistungen der Wanderer ab.Schrief

Zum 20. Mal veranstaltete der Flaesheimer Sportverein SuS Concordia einen Volkswander- und Nordic-Walking-Tag. Was einst ein großes Ereignis war, hat sich wund gelaufen. Die Veranstaltung ist nicht mehr wirtschaftlich, auch wenn 70 ehrenamtliche Kräfte für eine perfekte Organisation sorgen. „Wir registrieren Jahr für Jahr weniger Teilnehmer, müssen auf der anderen Seite unter anderem mehr Kosten für Miete oder Sanitätsdienst tragen, das stellt die Wirtschaftlichkeit dieser Veranstaltung infrage“, kommentierte Norbert Schulte-Althoff als Verantwortlicher und Vorsitzender von SuS Concordia Flaesheim einen Schritt, der ihm von Herzen leid tut. Auch sein Bruder Hermann bedauert das Ende sehr: „Wir sitzen hier heute mit viel Wehmut.“

Der Sonntag war eigentlich kein Tag, die Sektkorken knallen zu lassen. Aber Norbert Schulte-Althoff belohnte die „Haardtrapper“ und auch den Verein „Immer fit“ aus Dülmen dennoch mit einem prickelnden Geschenk, sie stellten nämlich unter den 250 Wanderern die stärksten Gruppen an diesem verregneten Tag.

Drei Routen

Ab 8 Uhr starteten die Teilnehmer an der Sporthalle. Sie hatten die Wahl zwischen Routen von 5, 10 und 20 Kilometern. Als letzte Gruppe ging Gabi Faber mit ihren Freundinnen um 11.30 Uhr auf die 10-Kilometer-Strecke. Bestens ausgerüstet, konnten sie der sportlichen Herausforderung lächelnd ins Auge blicken. „In den Anfängen haben wir hier 1000 Wanderer begrüßt“, erinnert sich Norbert Schulte-Althoff. Sie kamen teils mit Bussen aus den Niederlanden, aus Schweden oder dem Rheinland.“

Wandern ist nicht spektakulär genug, glaubt Wanderer Wilhelm Podlaha (83) angesichts des Teilnehmer-Rückgangs. Der Castrop-Rauxeler kennt die Haard schon seit seiner Jugendzeit. Dass es nun keine Fortsetzung des internationalen Volkswandertages in Flaesheim gibt, enttäuscht ihn sehr. Aber ein gemeinnütziger, im Sport breit aufgestellter Verein kann keine Schulden machen. „Am Ende muss etwas übrig bleiben“, sagt ein verantwortungsbewusster Norbert Schulte-Althoff.

Anzeige
Anzeige