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Ärger mit Fluggesellschaft

Pilot setzt Halterner Tierschützer vor die Tür

HALTERN/LISSABON Frank Schürmann engagiert sich seit mehr als einem Jahr bei einer Tierschutzorganisation und nimmt Hunde aus Portugal per Flugzeug mit nach Deutschland. Lange lief das problemlos – bis Schürmann in den vergangenen vier Wochen dreimal aus Flugzeugen geworfen wurde, obwohl es weder bei Check-in noch Passkontrolle Probleme gab.

Pilot setzt Halterner Tierschützer vor die Tür

Das Foto zeigt Frank Schürmann auf dem Rollfeld, kurz nachdem hinter ihm die Tür des Flugzeugs geschlossen wurde. Foto: Foto: Frank Schürmann

„Alles fing an, als die portugiesische Fluggesellschaft TAP eine andere Linie aufgekauft hat“, berichtet Schürmann. Das sei ihm aber erst im Nachhinein erzählt worden. Seitdem dieser Subunternehmer für TAP unterwegs ist, würden kleinere Flugzeuge eingesetzt, man dürfe offiziell pro Person zwei Hunde in einer Box im Frachtraum mitnehmen. Vorher waren mehr Boxen erlaubt.

Diese jetzt erlaubte Transportkiste habe er auch ordnungsgemäß so angemeldet, erklärt der 46-Jährige: „Beim Check-in und bei den Sicherheitskontrollen gab es nie Probleme.“ Vor etwa vier Wochen dann habe der Grafiker schon angeschnallt auf seinem Sitzplatz gesessen, die Tiere seien schon im Frachtraum gewesen, als sich Unruhe unter dem Flugpersonal breitmachte. Frank Schürmann wurde gebeten, mitsamt Handgepäck das Flugzeug zu verlassen – der Pilot wolle nur einen Hund in der Box mitnehmen. Es gebe nicht genug Sauerstoff im Frachtraum. Schürmann musste mit den Hunden raus, das Flugzeug hob ohne sie ab. „Da zeigte sich die Fluggesellschaft aber sehr kulant und organisierte direkt einen zweiten Flug für den kommenden Tag“, sagt Schürmann: „Und da klappte alles ohne Probleme.“ Die Hunde kamen unversehrt in Düsseldorf an.

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In der vergangenen Woche wollte der Tierschützer weitere Vierbeiner zu neuen Familien bringen. Wieder saß er auf seinem Platz, die Tiere schon im Frachtraum, wieder die Absage des Piloten in letzter Sekunde. Mehr als 30 Minuten Flugverspätung hätte der Ärger verursacht.

Am Ende blieb Schürmann wieder in Portugal. Und diesmal sogar bei zwei Flügen hintereinander. „Ich bin sogar aus dem Entschuldigungsflug vom Vortag rausgeflogen“, sagt er inzwischen mit Galgenhumor. Zum Glück habe er viele Bekannte in Lissabon, die ihm helfen konnten. Außerdem könne er von dort aus arbeiten. „Aber die Familien, die sich auf einen neuen Hund freuen, warten umsonst am Flughafen in Deutschland“, so Schürmann. Von den Strapazen für die Hunde in der portugiesischen Hitze in engen Transportboxen ganz zu schweigen. Beim dritten Ausreiseversuch am Samstagabend behalf sich Schürmann damit, andere Mitreisende um ihre Hilfe zu bitten. Zwei junge Frauen erklärten sich bereit, den kleineren Hund als Handgepäck in ihre Obhut zu nehmen.

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Am Flughafen in Lissabon wurde dem Halterner erklärt, dass die ganzen Probleme durch den Zusammenschluss der Airlines entstanden. Die Piloten des Subunternehmers hätten andere Richtlinien als die, die TAP offiziell kommuniziert. Einmal habe er einen Essensgutschein über 10 Euro bekommen, berichtet Schürmann: sonstige Entschädigung Fehlanzeige. Bis Donnerstagabend antwortete die portugiesische Fluggesellschaft nicht auf die Anfrage unserer Redaktion.


Informationen zur Organisation „Tiere in Not“ aus Mönchengladbach gibt es unter www.tino-ev.de.

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