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Haushalt eingebracht

Stadt rechnet 2018 mit einem Überschuss

Haltern Kämmerer Dirk Meussen stellte dem Rat am Donnerstag den Haushaltsentwurf 2018 vor. Erstmalig seit 24 Jahren erwartet die Verwaltung einen leichten Überschuss. Die Lage bleibt aber weiterhin ernst.

Stadt rechnet 2018 mit einem Überschuss

Die Erträge steigen leicht und bringen deshalb mehr Gewicht auf die Haushaltswaage der Stadt.Grafik Mühe

Ein erwarteter Überschuss von 51707 Euro im Haushaltsentwurf der Stadt für 2018 fällt zwar kaum ins Gewicht, wenn man die Erträge von rund 102,330 Millionen Euro und Aufwendungen von 102,279 Millionen Euro bedenkt. Dennoch hinterlässt das vorläufige Ergebnis bei Kämmerer Dirk Meussen und der Verwaltungsleitung ein „gutes Gefühl“. „Wir leben nicht mehr auf Pump und schnüren damit die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Kinder und Nachfahren nicht mehr ein“, sagte er Donnerstagabend bei der Einbringung des Haushalts im Rat. Zu dem Ereignis, habe die anhaltend gute konjunkturelle Lage und die Politik der niedrigen Zinsen beigetragen.

Positive Entwicklung

Maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung habe aber auch der freiwillige Beitritt der Stadt zum Stärkungspakt Stadtfinanzen. Im Gegenzug zu Konsolidierungshilfen des Landes verpflichtete sich die Stadt, ihre Ausgaben drastisch zu verringern. „Es zeigt sich nun, dass die gemeinsamen Anstrengungen der Bevölkerung, der Interessengruppen und Vereine, des Rates der Stadt Haltern am See und seiner Ausschüsse und nicht zuletzt des Bürgermeisters mit seiner Verwaltung von Erfolg gekrönt wurden“, erklärte der Kämmerer.

Zur Verbesserung in der Ergebnisplanung führt unter anderem ein Plus bei der prognostizierten Gewerbesteuer von 1,36 Millionen Euro und beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer von 348000 Euro. Bei den Verschlechterungen sind geringere Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,44 Millionen zu nennen. Hier schlagen auch gestiegene Personal- und Versorgungsaufwendungen (379000 Euro) negativ zu Buche. Der Personalaufwand beläuft sich im nächsten Jahr voraussichtlich auf 25,5 Millionen Euro. Der Stellenplan sieht mit 440 Stellen vier weniger als 2017 vor. Es werden sowohl im Beamtenbereich als auch bei den tariflich Beschäftigten jeweils zwei Stellen abgebaut.

„Auf tönernen Füßen“

Dirk Meussen betonte, dass der langfristige Haushaltssanierungsplan der Stadt weiterhin „auf tönernen Füßen“ stehe. Dies gelte vor allem für das Jahr 2019, in dem mit einem mageren Überschuss in Höhe von 5000 Euro gerechnet wird. Damit behalte man „soeben mal die Nasenspitze über Wasser“. Gefahr drohe dem Sanierungsplan unter anderem durch die Umlagen der übergeordneten Behörden. Hier mache vor allem die Finanzplanung des Kreises Recklinghausen zu schaffen.

Vor seiner Verabschiedung wird der Haushaltsentwurf nun in den Fachausschüssen beraten.

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