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Im Amtsgarten

Neues Zwitschern im Klangbaum

HEEK Der Klangbaum im Amtsgarten der Landesmusikakademie ist mit neuen Objekten bestückt – ein spannendes Projekt vor allem für die beteiligten Schüler.

Neues Zwitschern im Klangbaum

Fünftklässler der Kreuzschule zeigen ihre Klangobjekte, die für ein Jahr in den Klangbaum gehängt werden.

Pia hat einen Vogel mit Pudelmütze auf ihr Klangkästchen gemalt. Evelin einen Schmetterling. Und von Lucas‘ Kästchen schaut dem Betrachter ein Gottesauge entgegen. Und alle zusammen füllen die Ohren der Besucher mit einem vielstimmigen Zwitschern und Zirpen. „Dabei sind die jetzt gar nicht so laut, dafür brauchen sie die Sonne“, erklärt Ralf Schreiber.

 

Zum vierten Mal sind am Dienstag die Kunstobjekte in der schwedischen Mehlbeere ausgetauscht worden. Der Klangbaum im Amtsgarten entstand anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Landesmusikakademie im Jahr 2014. Seitdem wird er alljährlich von Fünftklässlern der Kreuzschule mit neuen Objekten bestückt, während die Sechstklässler ihre Kunstwerke wieder einsammeln. Betreut wird das auf sieben Jahre angelegte Projekt durch den Kölner Künstler Ralf Schreiber. Ein tolles Projekt und eine schöne Zusammenarbeit, lobte Akademie-Direktorin Antje Valentin. Bei der Austausch-Aktion am Dienstag haben die Beteiligten allerdings kein Wetterglück: Es regnet, Windböen brausen durch den Amtsgarten. Doch den Fünft- und Sechstklässlern macht das offensichtlich nicht so viel aus. Einige haben sich zwar unter einer Eiche untergestellt, aber andere bespielen fröhlich die Klangobjekte, die der Garten neben dem Klangbaum auch noch beherbergt. Oder sie geben Ralf Schreiber ihre Objekte an, damit er sie in den Baum hängen kann. Entstanden sind die Klangkästchen an zwei Tagen im Technikunterricht bei Lehrer Helge Kussel und Künstler Ralf Schreiber. Der nennt die runden Kästchen, die aus Kunststoff-Petrischalen zusammengesetzt sind, Roboter. Sie enthalten jeweils Solarzellen, einen kleinen Prozessor und einen Lautsprecher. Die einzelnen Bauteile sind mit Kabeln verbunden, die von den Schülern angelötet wurden. „Mit dem Projekt wird das Löten im Unterricht eingeführt“, erklärt Helge Kussel. Robuste Ausführung In den vergangenen Jahren gab es neben den Prozessoren auch andere kleine Klangmaschinen, aber die haben sich nicht bewährt, Ralf Schreiber erklärte. Dagegen sind die Klangkästchen aus Petrischalen recht robust: Von den 20 Stück, die ein Jahr lang im Baum gehangen haben, ist eines abhanden gekommen und nur zwei sind defekt. „Das ist aber kein Problem. Da löte ich die Kabel neu an und schon zwitschern die wieder vergnügt vor sich hin“, verspricht Helge Kussel.

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