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Oktoberfest abgesagt

HEEK Die Absage kam spät. Erst am Samstag hatte das Ordnungsamt die Genehmigung verweigert. Viele Heeker reagierten und verwandelten Garagen in Festsäle.

Oktoberfest abgesagt

Enttäuscht: (v.l.) Michael Schaedel, Frank Lammers und Bernhard Gelking.

Die Nachricht machte am frühen Samstagnachmittag in Heek die Runde: „Liebe Leute – das Oktoberfest muss ausfallen – wir versuchen, dieses am 28. Oktober nachzuholen.“ Passend zum ungemütlichen Regenwetter war die Stimmung bei den Verantwortlichen im Stadldorf auf dem Festplatz in der Niestadt trist und gedrückt. Vom Festplatz wurde die Nachricht von den Veranstaltern, Bernhard Gelking und Michael Schaedel, Geschäftsführer der Westfalen Event GmbH, und Frank Lammers, erster Vorsitzender vom Musikverein Nienborg, rasend schnell in den sozialen Medien und über viele Whatsapp-Gruppen verkündet.

Kein Baubuch für das Zelt

Karlheinz Gördes, Pressesprecher des Kreis Borken, erläuterte: „Bei der Zeltabnahme am Freitag war Mitarbeitern des Bauamtes des Kreises Borken aufgefallen, das für die Zelthöhe von vier Metern kein gültiges Baubuch vorlag. Da bis zum Samstagmorgen kein Rückbau auf 2,4 Meter erfolgte, wurde keine Freigabe und keine Baugenehmigung erteilt.“ Daraufhin hatte das Heeker Ordnungsamt kein grünes Licht für das für Samstag und Sonntag geplante Oktoberfest gegeben.

„Wir haben uns hier auf den Zeltaufbauer verlassen, mit dem wir einen Vertrag abgeschlossen haben. Ich bin kein Statiker. Uns als Veranstalter trifft keine Schuld“, sagte ein sichtlich enttäuschter Michael Schaedel. Wegen des Sturms am Donnerstag hatte sich der Zeltaufbau und damit auch die Abnahme um einen Tag verschoben.

Fest soll nachgeholt werden

„Es war fast alles fertig und alles bereit. Jetzt sind wir völlig geschockt“, sagt Michael Schaedel und zeigt auf seinem Smartphone ein Foto von Samstagmorgen mit einem festlich geschmückten Festzelt. „Wir sind die Leidtragenden und sehen uns in der Verantwortung, dann am letzten Wochenende ein Oktoberfest zu präsentieren“, geben sich Bernhard Gelking und Michael Schaedel kämpferisch. Die endgültige Entscheidung darüber wird Anfang der kommenden Woche nach Absprachen mit den Behörden getroffen. Sollte das Fest nachgeholt werden, behalten die Eintrittskarten ihre Gültigkeit, sie können auch zurückgegeben werden.

Bei den Feierwilligen schlug die Nachricht wie eine Bombe ein. „Wir lassen uns die gute Laune nicht vermiesen – jetzt erst Recht“ lautete aber bei vielen das Motto. Clubs, Vereine, Familien und Gastwirte planten spontan eigene Feste. Garagen und Wohnzimmer wurden kurzerhand in Oktober-Festsäle verwandelt, Essen vorbereitet und bayerisches Bier gekauft. Dann konnten die Oktoberfeste und kurzfristig geplanten Geburtstagspartys starten.

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