Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Zur Abwehr von Habichten

Nandus beschützen Kirchhellener Hühner

Kirchhellen Die Hühner des Kirchhellener Hofes Overgünne haben jetzt persönliche Beschützer. Seit ein paar Wochen ist eine Nandu-Gang bei ihnen auf der Wiese – zur Habichtabwehr.

Nandus beschützen Kirchhellener Hühner

hre persönlichen Beschützer haben jetzt die Freilandlegehennen auf dem Hof Overgünne in Kirchhellen. Seit ein paar Wochen setzt der Hof Nandus zur Habichtabwehr ein. Foto: Rademacher

Stolz stakst der große Nandu über die Hühnerwiese, senkt ab und an mal den Blick, um zu gucken, was die Hühner zu seinen Füßen so treiben. Fünf Laufvögel seiner Art sind seit ein paar Wochen die persönlichen Beschützer der Freilandhennen auf dem Hof Overgünne. „Das Problem ist hier bei unseren Hühnern, dass der Habicht gerne zuschlägt“, erklärt Thomas Overgünne.

Drei bis vier tote Hennen am Tag

An manchen Tagen, so erzählt der Kirchhellener Landwirt weiter, tötete der Greifvögel drei bis vier der frei auf der Wiese laufenden Hennen. Schon in den vergangenen Jahren hat den Bauern das geärgert, vor ein paar Wochen beschloss er, zu handeln. Und das auf ziemlich ungewöhnliche Art. „Wir haben dann an einem Wochenende einfach mal bei Google den Suchbegriff ,große Vögel‘ eingegeben“, sagt er und grinst. „Zwei Tage später sind wir losgefahren und haben die Nandus geholt“, sagt er weiter. Aber: Was genau können die Nandus denn? Wie schaffen sie es, den Habicht von den Hühnern fernzuhalten?


Im Prinzip, so erklärt Thomas Overgünne, schafft der Laufvogel das allein durch seine Präsenz auf der Wiese. „Der Habicht sieht aus der Luft: Da ist noch ein anderen großes Raubtier. Und dann kommt er gar nicht erst runter.“

Keine Probleme beim Zusammenleben

Wobei: So richtig wie Raubtiere wirken die fünf Nadus, die in Kirchhellen über die Wiese staksen, aus der Nähe betrachtet nicht. Sie kommen zutraulich auf Thomas Overgünne zu (er hat einen Eimer mit Brötchen dabei) und lassen sich genüsslich füttern. Hühner stehen dabei – das war natürlich Voraussetzung – nicht auf ihrem Speiseplan. Die „Nandu-Gang“, so drückt es Thomas Overgünne augenzwinkernd aus, haben die Hühner ohne Probleme als ihre persönlichen Leibwächter akzeptiert.

Insgesamt leben auch dem Hof Overgünne 3500 Freilandlegehennen in unterschiedlichen Gruppen. „Wir haben als Ziel, in jeder Gruppe so fünf bis sechs Nandus einzusetzen“, so Thomas Overgünne. Bis jetzt – toi, toi, toi – hat sich der Habicht noch nicht wieder blicken lassen. Und wenn er doch noch mal ärgert, dann können die Hennen entspannt bleiben und ihre Nandus holen.

Anzeige
Anzeige