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Freisprüche vor Gericht

Hergang der Schlägerei nicht zu klären

LEGDEN Zwei Freisprüche standen am Ende einer Verhandlung vor dem Amtsgericht in Ahaus, bei der es nicht gelungen war, wirklich Klarheit in die Geschehnisse einer Novembernacht des vergangenen Jahres zu bringen.

Fest stand am Ende nur, was auch schon vorher bekannt war: Dass es im Dorf Münsterland zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen junger Männer gekommen war, an deren Ende einige der Beteiligten schmerzhafte Blessuren davontrugen. Doch wer dafür in welcher Weise die Verantwortung hatte, ließ sich nicht mehr aufklären: Zu unterschiedlich fielen die Aussagen aus, mit denen Angeklagte und Zeugen aufwarteten.

Was war geschehen? Beide Gruppen hatten in der Nacht Mitte November vergangenen Jahres vergnügliche Stunden in Legden verbracht und dabei auch dem Alkohol zugesprochen. Gegen drei Uhr sollte es nach Hause gehen. Dabei müssen die Gruppen jedoch aneinandergeraten sein – und eine zentrale Rolle spielt dabei die Treppe vor dem Diskothekenbereich.

Schauplatz Treppe

Die beiden 25 Jahre alten Angeklagten – der eine lebt in Vreden, der andere in Duisburg – kamen mit weiteren Freunden aus der Diskothek heraus. Einer der beiden unterhielt sich oben auf der Treppe noch mit einem Mädchen. Die Gruppe der anderen Jungen wollte noch für ein paar Minuten in die Diskothek – sie hatten vor, im Warmen auf die Heimfahrt warten.

Fest steht: Beim Zusammentreffen muss es mindestens zwischen zwei der Männer zu einem Zusammenstoß mit den Schultern gekommen sein. Es folgten verbale und körperliche Attacken. All das geschah innerhalb weniger Sekunden. Die beiden Angeklagten wiesen jede Schuld von sich: Sie hätten sich nur gewehrt beziehungsweise schlichtend eingreifen wollen. In ähnlicher Weise erinnerte sich auch einer der drei Zeugen: Er hatte zu der ersten Gruppe gehört.

Ganz anders sahen es die beiden anderen Zeugen, die in jener Nacht aus Dülmen nach Legden gekommen waren. Sie berichteten, heftig attackiert worden zu sein. Einer der beiden war dabei zu Boden gegangen, auch seinen Freund trafen Schläge gegen den Kopf. Diese Schläge vermochten aber beide Zeugen nicht eindeutig einem der beiden Angeklagten zuzuordnen – ein Umstand, der schließlich zum Freispruch führte.

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