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Kritik an der Kommunikation

Hitzige Diskussion über Legden-Film im Gemeinderat

Legden Im Fernsehen lief beste Werbung für Legden: Der WDR hat im September einen Beitrag über die Gemeinde als Beispiel für das Dorfleben im Münsterland gezeigt. Der Gemeinderat wusste davon jedoch nichts. In der letzten Sitzung entzündete sich deswegen ein heftiges Wortgefecht.

Hitzige Diskussion über Legden-Film im Gemeinderat

Der Dahliengarten entstand als ein Projekt der Regionale 2016.

Zwischen den blühenden Dahlien entfaltete sich die Zukunft Legdens in leuchtenden Farben. Die Gemeinde diente dem WDR in einem Beitrag für die Lokalzeit als Beispiel für die „Zukunft für das Dorf-Leben im Münsterland“. Jetzt war der Film Anlass für eine hitzige Auseinandersetzung im Gemeinderat. Er wurde unter anderem im Dahliengarten gedreht und bereits im September ausgestrahlt.

Bruno König kritisierte für die UWG-Fraktion die mangelnde Informationspolitik der Verwaltung. Warum wurde der Gemeinderat, der drei Tage vor der Ausstrahlung tagte, nicht über die Dreharbeiten informiert, so seine Frage. Und wer wurde informiert? „Es geht um Transparenz und Ehrlichkeit“, betonte der Vorsitzende der Legdener UWG.

„Inszenierung der örtlichen CDU“

Seine Kritik machte er auch nach der Sitzung deutlich. Für ihn ist der Film „eine Werbeveranstaltung und Inszenierung der örtlichen CDU“. Friedrich Kleweken, Martina Schrage, zweite stellvertretende Bürgermeisterin und CDU-Ratsmitglied, und CDU-Vorsitzende Gabriele Uppenkamp im Bild – das war König viel zu einseitig. Gabriele Uppenkamp wurde nicht in ihrer Funktion gezeigt, sondern im Film als Kundin des Gesundheitszentrums interviewt.

Mit seiner Kritik, so König, habe er sich an den lokalen Fernsehsender gewandt. Sie sei positiv aufgenommen worden, berichtete er jetzt.

Martina Schrage war Königs Anfrage in der Gemeinderatssitzung am 16. Oktober Anlass für eine Stellungnahme. Sie sei in der Funktion als Geschäftsführerin der Hausarztpraxis gefragt gewesen, erläutert sie gegenüber der Münsterland Zeitung. Sie habe wiederum Gabriele Uppenkamp als eine von einigen Legdenern angesprochen, die im Gesundheitszentrum trainieren. Die meisten wären nicht bereit gewesen, mitzumachen. Bereits seit März sei man im Gespräch mit dem Sender gewesen.

Regionale 2016

Aufhänger für den Fernsehsender war das Regionale-2016-Projekt „Älter werden im Zukunftsdorf“, weshalb Gesundheitszentrum und Dahliengarten im Fokus standen.

Für Bürgermeister Friedhelm Kleweken ist der Film eine hervorragende Werbung für Legden. „Wir sind gefragt“, wies er das Ansinnen zurück, über jeden Termin wie den der Fernsehaufnahme zu berichten. Im weiteren Verlauf der Sitzung konnte er ein weiteres Beispiel bringen. Das Bundesbauministerium hat die Broschüre „Zukunftsweisende Ansätze in kleineren Städten und Gemeinden“ herausgegeben. Vorgestellt werden Projekte aus dem Städtebauförderungsproggramm. Auf vier Seiten wird Legden unter dem Titel „Blühende Stadtlandschaft“ vorgestellt. Und noch besser: Ein Blick auf Legden schmückt sogar das Titelbild.

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