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Hospizbewegung

Kinder haben viel Spaß auf dem Friedhof

Legden Die Hospizbewegung hat Kinder und ihre Familien zu einer ungewöhnlichen Erkundungstour eingeladen. Vor allem eine Grabstätte fiel auf.

Kinder haben viel Spaß auf dem Friedhof

Renate Barenbrügge (M.) verteilt die Fragebögen im Friedhofsgarten.

Es wurde ein besonderer Sonntagnachmittag auf dem Friedhof in Legden. Die St. Franziskus Hospizbewegung Legden-Asbeck hatte Kinder der dritten bis siebten Klassen mit Angehörigen zu einer Erkundungstour zwischen den Grabsteinen eingeladen.

16 Kinder aus Legden, Asbeck und Ahaus folgten der Einladung. Roswitha Schlätker, Vorsitzende der Hospizbewegung, die vor zehn Jahren gegründet wurde, freute sich über diesen Zustrom: „Wir haben das vor zwei Jahren in etwas anderer Form schon einmal angeboten. Damals kamen nur drei Kinder mit ihren Familien. Wahrscheinlich haben wir jetzt mit einem Handzettel besser und breiter geworben an mehreren Schulen.“

Fragebogen

Das herbstlich-warme Wetter lockte wohl auch die Besucher an. Renate Barenbrügge und Marianne Rudde hatten einen zweiseitigen Fragebogen erstellt, der an die Kinder verteilt wurde. „Ihr könnt keinen Preis gewinnen, sondern ihr könnt den Friedhof besser kennenlernen“, erklärte Roswitha Schlätker. In Gruppen zogen die Teilnehmer zu den Priestergräbern mit den Jahreszahlen der verstorbenen Geistlichen, den Kinder- und Soldatengräbern und zu den Gräbern der Ordensschwestern des ehemaligen Krankenhauses, dem heutigen Altenwohnhaus St. Josef. Die älteste Grabstätte der Familie von Oer zog viel Aufmerksamkeit auf sich.

Viola Botsch aus Legden war mit ihrer neunjährigen Tochter Marie unterwegs. „Wir kannten den Friedhof bisher nur durch das Grab der Nachbarin. Ich bin als Altenpflegerin tätig. Deshalb finde ich diese Aktion doppelt gut.“ Auch Marie war mit Begeisterung bei der Sache. „Die Babygräber und die Grabstelle der Familie von Oer fand ich besonders toll. Auch der Friedhofsgarten ist super“, so Marie. Und flitzte bereits zum nächsten Punkt, der im Fragebogen anstand.

Familiengrabstelle

Auch Friedhofsgärtner Gerd Specking schaute sich die Aktion an. „Der Friedhofsgarten ist erst vor einem Jahr neu angelegt worden“, reagierte er auf Lob. Nach rund einer Stunde der Erkundung trafen sich alle Teilnehmer in der Aussegnungshalle wieder. Hier gab es noch mal Fragen zur Grabstätte der Familie von Oer. Zwei Gräber seien noch ohne Grabstein, hatten die Kinder gefragt. „Die Grabsteine der Familie sind alle aus demselben Stein, deshalb dauert das. Die Familiengrabstelle der von Oer existierte schon, als sie 1820 Grund und Boden stifteten für die Anlage des heutigen Friedhofs. Es ist bis heute ein Privatfriedhof im öffentlichen Friedhof geblieben, daher die Umzäunung“, erklärte Specking. Danach konnten Kinder und Eltern kleine Kreuze basteln, Grabkerzen bemalen oder sich bei Kuchen, Kaffee und Getränken stärken.

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