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Kritik an neuem Standort

Klares Nein aus Legden zu Gesamtschulplänen

Legden Einstimmig hat sich der Schulzweckverband Legden-Rosendahl dafür ausgesprochen, die Zustimmung für den Gesamtschul-Standort Billerbeck zu verweigern. Das Gremium fürchtet eine Schwächung der eigenen Sekundarschule.

Klares Nein aus Legden zu Gesamtschulplänen

Die noch junge Schulform Sekundarschule brauche noch Zeit, sich zu entwickeln, sagt Schulleiter Axel Barkowsky.

Wir müssen Flagge zeigen“, sagte Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Montagabend in der Versammlung des Zweckverbandes. Die Gemeinden Legden und Rosendahl fürchten, dass ein neuer Gesamtschul-Standort in Billerbeck ihre gemeinsame Sekundarschule schwächen könne. Und er verwies auf die Historie: Als Rosendahl und Legden in 2008 die Verbundschule Legden Rosendahl aus der Taufe gehoben hätten, habe Billerbeck den Konsens auch verweigert.

Sowohl der Rosendahler Bürgermeister Christoph Gottheil als auch der Legdener Bürgermeister machten deutlich, dass man die Stärken der Sekundarschule Legden Rosendahl hervorheben müsse. Das beansprucht auch die Gesamtschule Havixbeck für sich, die jetzt einen Teilstandort in Billerbeck errichten möchte, wie Rosendahls Bürgermeister Christoph Gottheil kommentierte.

Mit Blick auf die künftige Schulsituation in Billerbeck sagte er: „Nur wenn man in Billerbeck ein neues Namensschild verteilt, gibt es noch keine neue Schule.“ Man müsse bedenken, dass das Lehrerkollegium nicht einfach ausgetauscht werden könne. Die Gemeinde Havixbeck habe sich entschieden, einen Teilstandort der Havixbecker Gesamtschule in Billerbeck zu errichten, weil die Gesamtschule in Havixbeck keine Raumkapazitäten mehr habe.

Keine Kooperation

Wie der Rosendahler Bürgermeister mitteilte, habe es bereits im Mai dieses Jahres ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern der Stadt Billerbeck, der Gemeinde Havixbeck und des Schulzweckverbandes Legden Rosendahl sowie den drei örtlichen Schulleitern gegeben, um die Möglichkeiten einer Kooperation mit der Gesamtschule Havixbeck auszuloten. Für die Sekundarschule Legden-Rosendahl habe sich eine derartige Kooperation aufgrund der räumlichen Entfernungen zwischen Havixbeck/ Billerbeck und Holtwick/ Legden als nicht realisierbar dargestellt.

Angesichts sinkender Anmeldezahlen an der Sekundarschule – und auch an der Gemeinschaftsschule Billerbeck – ermunterte Winfried Weber (Grüne) die Versammlung dazu, alle Möglichkeiten zum Erhalt des Schulstandorts auszuschöpfen.

Keine große Gesamtschule

Er fragte nach, ob es ein Baumberge-Schul-Zweckverband möglich sei, der eine Gesamtschule mit einer Oberstufe in Billerbeck und Unterstufen/ Mittelstufen- Klassen in Osterwick und Havixbeck gründe. Einzugsgebiet wären dann Coesfeld, Rorup, Nottuln, Laer, Schöppingen, Legden, Rosendahl. Das Rosendahler Ratsmitglied Martin Branse hatte diese Lösung im Vorfeld vorgeschlagen.

Bürgermeister Christoph Gottheil meinte dazu: „Ich glaube nicht, dass Billerbeck das Sahnestückchen Oberstufe bekommt. Das wäre eine Palast-Revolution.“ Im Übrigen würde eine solche Lösung einen nicht wünschenswerten Shuttle-Verkehr für die Schüler nach sich ziehen.

„Schulform braucht Zeit“

Beide Bürgermeister zeigten Unverständnis dafür, dass die Bezirksregierung die Schüler aus Darfeld, die die Gemeinschaftsschule in Billerbeck besuchen, als „gemeindeeigen“ bezeichne. Das spiele eine nicht unerhebliche Rolle, weil jede Kommune die Anmeldezahl von 50 für eine Sekundarschule „aus eigener Kraft“ erreichen müsse.

Axel Barkowsky, Leiter der Sekundarschule Legden Rosendahl, betonte, dass man in der Elternschaft noch mehr Aufklärungsarbeit leisten müsse, um zu erläutern, dass eine Sekundarschule wie eine Gesamtschule funktioniere. Die Sekundarschule sei eine Schulform, die neu auf den Markt gekommen sei. „Deshalb braucht sie nun auch ein bisschen mehr Zeit, sich zu etablieren“, meinte der Schulleiter. „Unser Ziel muss die Dreizügigkeit der Sekundarschule sein.“

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