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Sekundarschule

Kritik an Billerbecker Gesamtschule

LEGDEN In Billerbeck soll ein Teilstandort der Havixbecker Gesamtschule entstehen. Das könnte die Sekundarschule Legden-Rosendahl gefährden.

Kritik an Billerbecker Gesamtschule

In Legden werden die Fünft- und Sechstklässler der Sekundarschule unterrichtet, danach wechseln sie nach Rosendahl. Nachdem früher drei und sogar vier Eingangsklassen gebildet wurden, sind es jetzt nur noch zwei. Foto: Markus Gehring

Es geht vor allem um die Schüler aus Darfeld. Traditionell gingen viele früher nach Billerbeck. In den vergangenen Jahren aber war die Modell-Gemeinschaftsschule dort nicht mehr so attraktiv. „Immer mehr Schüler aus Darfeld kamen zu uns“, erläutert Axel Barkowsky, Leiter der Sekundarschule. Jetzt befürchtet er, dass sich dieser Trend wieder umkehren könnte. Eltern, das zeigt sich landesweit, wählen für ihre Kinder gerne Schulen, die bis zum Abitur führen.

Der Schulzweckverband Legden Rosendahl wird sich in seiner Versammlung am Montag, 20. November, mit dem Thema beschäftigen. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass dem Schulentwicklungsplan der Gemeinde Havixbeck nicht zugestimmt wird. Sollte die Gesamtschul-Dependance kommen, so heißt es weiter, soll darauf bestanden werden, dass am Standort Billerbeck keine Schüler aus Rosendahl aufgenommen werden. „Dem kann ich mich nur anschließen“, sagt Axel Barkowsky. „Havixbeck bewirbt offensiv den Standort Darfeld“, kritisiert er. Auch mit Blick zur ebenfalls betroffenen Sekundarschule Horstmar-Schöppingen sagt er zu der Entwicklung: „Es führt dazu, dass die Sekundarschulen ausbluten.“

Ob die Gesamtschule kommt, werden vor allem die Eltern in Billerbeck entscheiden. 50 Kinder aus der Gemeinde müssen für einen Start im Februar angemeldet werden. Zweizügig zuerst, später aber auch dreizügig, so sehen es die Pläne vor. Mit rund 30 Schülern als Einpendler aus anderen Gemeinden wird dann gerechnet.

Diese Entwicklung trifft die Sekundarschule in Legden. Gerade in letzter Zeit gingen die Anmeldezahlen zurück. Mit rund 45 Anmeldungen startete die Sekundarschule an der Weishauptstraße in diesem Sommer mit Ausnahmegenehmigung nur zweizügig. Drei Züge sind eigentlich vorgesehen. „Es gibt aber Bestrebungen, die eine Zweizügigkeit generell erlauben“, verweist Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf die neue Landesregierung.

In Ahaus andererseits kann die Anne-Frank-Realschule gar nicht alle Schüler aufnehmen. Auch viele Legdener sind darunter. Zum letzten Mal wurden sechs Klassen genehmigt. 2018 wird wohl das Los entscheiden. Barkowsky hofft, dass dann viele Eltern sich lieber gleich für seine Schule entscheiden. Erstmals wird sich die Sekundarschule bei dem Infotag der Stadt Ahaus zu ihren weiterführenden Schulen am Samstag, 18. November, 10 bis 12.30 Uhr, im Kulturquadrat präsentieren.

Eltern der Kinder der vierten Klasse können sich am Donnerstag, 7. Dezember, 19 Uhr, in der Sekundarschule, Weishauptstraße 1, informieren.

Bereits davor besuchen die Grundschulen aus Legden und Rosendahl die Sekundarschule.

Eltern haben auch die Möglichkeit, nach Voranmeldung den Unterricht zu besuchen. www.seklero.de

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