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Fußball

Brambauer will nach Rangelei handeln

Brambauer Nach dem Schlusspfiff der Fußball-Bezirksliga-Partie zwischen dem BV Brambauer und dem FC Roj (4:3) ist es am Sonntag zu Handgreiflichkeiten gekommen. Schlichtende Ordner waren Fehlanzeige. Der BVB will nun handeln.

Brambauer will nach Rangelei handeln

Nach dem Schlusspfiff wurde es zwischen dem BV Brambauer, hier mit Ahmed Ersoy (r.), und dem FC Roj, hier mit Torhüter William Ghannam, hitzig. Der BV Brambauer will sich für die Zukunft ein Sicherheitskonzept überlegen. Foto: Foto: Goldstein

Verantwortlich waren in erster Linie Fans und Spieler des FC Roj, der die hitzige Partie erst in der Nachspielzeit bitter verlor.

„Wir müssen herausbekommen, wer das war und mit denen sprechen. Solche Fans braucht keiner“, kündigte Rojs Sportlicher Leiter Kadir Alig an. Er war spürbar enttäuscht vom Verhalten des Anhangs und der Akteure. „Nach dem Pfiff vom Schiedsrichter müssen die Hände geschüttelt werden“, sagte er.

Alig war selbst nicht vor Ort, informierte sich aber ausführlich. Er nahm auch Gastgeber Brambauer in die Pflicht, der keine als solche gekennzeichnete Ordner eingesetzt hatte. „Hätte es Ordner gegeben, würde so etwas vielleicht nicht passieren. Wir haben deshalb immer sieben oder acht Ordner da“, so Alig. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es beim Roj-Gastspiel in der vorherigen Saison rassistische Beleidigungen gegen Spieler des Dortmunder Vereins gegeben hat, hätte sich der BVB besser vorbereiten sollen. „Das müssen sie bedenken. Da hatten sie eine Lücke“, so Alig. Er kritisierte aber auch die eigenen Spieler: „Manche sind sehr aggressiv. Es wird im Winter Veränderungen geben. Wir brauchen auf dem Platz eine Mannschaft, die disziplinierter ist“, sagte Alig.

In Brambauer schätzt man die Bedeutung von klar erkennbaren Ordnern geringer ein. „Für so etwas ist die Polizei zuständig, da greift doch kein Ordner ein“, sagte Rainer Manns, stellvertretender Vorsitzender des BVB, mit Bezug auf die Handgemenge nach dem Abpfiff.

Man wolle künftig auf eine korrekte Kennzeichnung der Ordner achten und müsse nun wohl mit einer kleinen Geldstrafe rechnen. „Für das Rückspiel werden wir eine Aufsicht vom Verband bestellen“, kündigte Manns an.

Wachdienst in Planung
Etwas ernster nahm Helmut Stolzenhoff, der zusammen mit Manns das Amt des Vorsitzenden ausübt, die Vorkommnisse. „Man muss überlegen, ob man bei solchen Spielen nicht von vorne herein drei Leute vom Wachdienst kommen lässt“, so Stolzenhoff. Bei Veranstaltungen seines Catering-Unternehmens habe er damit gute Erfahrungen gemacht und will dies bei der nächsten Vorstandssitzung vorschlagen.

Stolzenhoff rief sogar die Polizei, die nach Beruhigung der Lage eintraf. Die Beamten befragten ihn und Roj-Akteur Serhat Demir, leiteten aber keine weiteren Maßnahmen ein. „Es wurden keine Ansprüche erhoben und es gab keine Verletzten. Deshalb ist es schwierig, zu ermitteln“, sagte Dana Seketa, Pressesprecherin der Polizei Dortmund, am Montag.

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