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Internationales Fotofestival in Lünen

Das sind die schönsten Naturfotos des Jahres 2017

Lünen Im Rahmen des 25. Internationalen Naturfotofestivals der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) in Lünen wurden die Gewinner des Wettbewerbs „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ bekannt gegeben. Unsere Bildergalerie zeigt einen Teil der prämierten Aufnahmen.

Das sind die schönsten Naturfotos des Jahres 2017

Das Foto „Familie“ von André Gilden (Niederlande) erhielt ein lobende Erwähnung in der Kategorie Säugetiere: Einen Monat nach der Geburt ihrer Jungen hat diese Eisbärin ihre Höhle im kanadischen Wapusk-Nationalpark verlassen, ein Gebiet, in dem viele Bärinnen ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Nun wird die Familie hinaus auf das Packeis wandern, wo die Bärin nach einem langen Winter ohne Nahrung wieder auf die Jagd gehen kann. Unterwegs legt die Mutter immer wieder Pausen ein, um ihre Jungen zu säugen. Unbeirrt von Temperaturen bis zu – 50°C tollen diese nach einer kurzen Ruhepause herum, bis die Bärin entscheidet, dass es Zeit wird, die Wanderung fortzusetzen. Foto: GDT ENJ 2017/Gilden

Erstmals in der 17-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs wurden zwei Gesamtsieger prämiert: Britta Jaschinski und Erlend Haarberg freuten sich über den Titel „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2017“ und das Preisgeld in Höhe von je 3000 Euro.

Die schönsten Naturfotos des Jahres 2017

Gesamtsieger ist Erlend Haarberg aus Norwegen. Sein Foto heißt "Streit im Schnee": Während der letzten 25 Jahre habe ich sehr viel Zeit damit verbracht,
im Frühling Schneehasen in den Berg-Birkenwäldern von
Zentral-Norwegen zu fotografieren. Diese Tiere sind nachtaktiv – 
auch zur Paarungszeit finden die meisten Aktivitäten im Schutz der
Dunkelheit statt. Regelmäßig kommt es zu Kämpfen zwischen den 
Männchen, sei es um Nahrung oder um ein Weibchen, aber bedingt 
durch die nächtliche Lebensweise kann man dieses Verhalten nur 
selten beobachten. Ich habe sehr lange versucht, ein Bild wie dieses 
zu machen, bei dem alles stimmt: Die Hasen nehmen eine perfekte 
Position ein, und leichter Schneefall unterstreicht die Magie dieses 
Augenblicks.
Erstmals wurde der Titel "Gesamtsieger" an zwei Fotografen vergeben:  
Britta Jaschinski (Großbritannien/Deutschland) erhielt die Auszeichnung für das Foto "Konfisziert". Diese beiden Hocker stehen stellvertretend für die vielen tief verstörenden 
Dinge, die weltweit von Menschen geschmuggelt werden.
Anderthalb Millionen beschlagnahmte Objekte dieser Art lagert der 
„U.S. Fish and Wildlife Service“ in einem Depot in Denver, Colorado.
Um die konfiszierte Schmuggelware im Lager zu verteilen, werden 
große Rollwagen eingesetzt. Ich habe diese Körperteile so positioniert,
dass sie eine gewisse Würde ausstrahlen, um den Tieren
 Respekt zu zollen, deren Leben geopfert wurde aus Geltungssucht,
Habgier und Aberglauben.
Sieger in der Kategorie "Vögel" ist Klaus Tamm (Deutschland):  
Nach einem warmen Sommertag in Süd-Schweden wollten wir den 
Abend noch in einem beschaulichen Moorgebiet bei Hällefors verbringen. 
Dort, wo der Sterntaucher brütet. Von einem Holzpfad aus entdeckten wir 
auch recht bald einen dieser wunderschönen Vögel, ruhig auf einem der 
zahlreichen Seen gleitend. Die schon tief stehende Abendsonne verzauberte
die im Vordergrund wachsenden Wollgräser zu funkelnden Kugeln 
und ließ das Wasser glitzern. Dies war ein ganz besonderer Abschluss 
unserer Nordlandreise.
2. Platz in der Kategorie "Vögel" für 
Renato Granieri ( Italien): 
Ich lag auf dem verschneiten Strand der Right-Whale-Bucht (Süd-Georgien) 
und beobachtete, wie ein Königspinguin (Aptenodytes patagonicus)
auf dem Bauch gleitend geradewegs auf mich zukam. Als sich ein zweiter 
Pinguin dazugesellte, wusste ich, dass sich daraus sicher ein gutes Motiv 
entwickeln würde. Ich hatte eigentlich eine Konfrontation erwartet, aber 
das Paar interagierte mit einer Vertrautheit, wie ich sie selten zuvor erlebt
 hatte.
Lobende Erwähnung in der Kategorie "Vögel" für 
Sven Začek (Estland): Ein männlicher Schwarzspecht (Dryocopus martius) ist an seiner Bruthöhle 
gelandet, um die Jungvögel zu füttern. Die beiden schreien um die Wette, 
um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und als erstes gefüttert 
zu werden. Die Aufnahme entstand in der Provinz Valgamaa, im Süden 
Estlands, ganz in der Nähe unseres Sommerhauses, wo diese Schwarzspechte 
schon im fünften Jahr in Folge gebrütet haben.
Sieger in der Kategorie "Säugetiere" ist Sarah Skinner (Großbritannien): 
Mehrere Tage lang konnte ich beobachten, wie Schabrackenschakale Tauben 
an einem Wasserloch in Savuti (Botswana) jagten. Völlig ungerühr t
suchten sie sich dabei ihren Weg durch die großen Elefantenherden – ein 
Verhalten, das mich wirklich beeindruckte, und das ich gerne bei gutem 
Licht dokumentieren wollte. Schließlich ergab sich eine Möglichkeit: Im 
schönsten Gegenlicht,  das durch den aufgewirbelten Staub noch verstärkt
 wurde, lief ein Schakal mit seiner Beute durch das wogende Labyrinth von 
Elefantenbeinen.
2. Platz in der Kategorie "Säugetiere" für 
Andrew Forsyth (Großbritannien): 

Am Ende der langen Trockenzeit in der Kalahari sichert ein Gnubulle sein 
Revier an einem Wasserloch. Er steht kurz vor dem Hungertod, denn neun 
lange Monate hat es nicht mehr geregnet, und seine Nahrungsquellen sind 
nahezu versiegt. Erst der Sommerregen wird neues Grün sprießen lassen, 
und mit ihm werden auch die weiblichen Gnus zurückkehren. Dann wird
er gegen männliche Artgenossen kämpfen müssen, doch im Augenblick 
versucht er nur zu überleben.
Lobende Erwähnung in der Kategorie "Säugetiere" für André Gilden (Niederlande): Einen Monat nach der Geburt ihrer Jungen hat diese Eisbärin ihre Höhle 
im kanadischen Wapusk-Nationalpark verlassen,  ein Gebiet, in dem viele 
Bärinnen ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Nun wird die Familie hinaus 
auf das Packeis wandern, wo die Bärin nach einem langen Winter ohne 
Nahrung wieder auf die Jagd gehen kann. Unterwegs legt die Mutter immer 
wieder Pausen ein, um ihre Jungen zu säugen. Unbeirrt von Temperaturen
bis zu – 50°C tollen diese nach einer kurzen Ruhepause herum, bis 
die Bärin entscheidet, dass es Zeit wird, die Wanderung fortzusetzen.
Sieger in der Kategorie "Andere Tiere" ist 
Cristobal Serrano (Spanien): “
In der Tierwelt dient Bioluminiszenz vor allem dazu, sexuelle Identität und
Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Fasziniert von den beiden blinkenden 
Lichtern am Kopf dieses Leuchtkäfers aus der Gattung Pyrophorus,
machte ich dieses Bild,  während das Insekt über das Blatt lief. Um das 
Blinken während der Bewegung abzubilden, setzte ich eine Langzeitbelichtung 
ein, die zum Schluss mit einem Blitz synchronisiert wurde. Diese
Technik erlaubt uns Einblicke in spannende Aspekte tierischen Verhaltens,
indem sie das Unsichtbare sichtbar macht. Entstanden ist diese Aufnahme
in Alajuela (Costa Rica).
2. Platz in der Kategorie "Andere Tiere" für 
Brian Rasmussen (Dänemark):  
Die Riemennatter gehört zu den häufigeren Schlangenarten Ecuadors,
und sie ist mir auf meinen Reisen durch dieses Land oft begegnet. Sie 
verlässt in der Abenddämmerung ihr Tagesversteck, um auf die Jagd zu
gehen. Obwohl ich diese Schlange schon oft fotografiert habe, fasziniert
sie mich doch immer wieder von Neuem wegen ihres extrem schlanken 
Körpers und ihrer charismatischen Augen. Dieses Bild entstand am frühen 
Abend, als die glänzenden Schuppen der Schlange die letzten Sonnenstrahlen 
reflektierten, was dem Bild eine fast magische Aura verleiht.
Sieger in der Kategorie "Pflanzen und Pilze" ist 
Theo Bosboom (Niederlande
). Er nennt sein Bild "Wimpern": 
Als ich über den Strand von Saudarkrokur im Norden Islands wanderte, 
fielen mir einige kleine Kuppen auf, die mit trockenem Gras bewachsen 
waren – ein Hauch von Farbe in der ansonsten reinweißen Umgebung. Als 
ich noch einmal genau hinschaute, sah ich die Augen einer schlafenden 
Frau mit langen Wimpern, und mit einem Lächeln auf dem Gesicht machte 
ich dieses Bild.
Zweiter Platz in der Kategorie "Pflanzen und Pilze" für Csaba Daróczi  aus Ungarn: 

Ganz in der Nähe meines Wohnortes gibt es ein Feuchtgebiet, das sich
 noch in seinem natürlichen Zustand befindet, weil der Zugang extrem 
beschwerlich ist. Ich entdeckte das Gebiet auf einer Sattelitenaufnahme 
und dachte mir, dass es vielleicht interessant sein könnte, es mit meiner 
Drohne abzufliegen. Meine Vermutung erwies sich als richtig, und es 
stellte sich heraus, dass diese Landschaft besonders im Herbst und Winter 
durch die unterschiedlichsten Formen und Farbtöne besticht. Bei diesem 
Bild, das im Dezember letzten Jahres entstand, ist es interessant zu beobachten,
dass der Raureif auf den Bäumen erst ab einer gewissen Höhe 
auftritt.
Sieger in der Kategorie Landschaften ist Theo Bosboom (Niederlande):  
Im Rahmen meines neuen Buch-Projekts über die wilden Küsten Europas 
habe ich letztes Jahr den „Giant’s Causeway“ im Norden Irlands besucht.
Ich fand die zahllosen Basaltsäulen zwar sehr beeindruckend, aber es waren 
ausgesprochen viele Besucher dort, was das Fotografieren erschwerte.
Ich beschloss daher, es noch einmal in der Nacht zu versuchen, denn es 
war Vollmond, und das Wetter versprach gut zu werden. Und tatsächlich 
war ich dann ganz alleine vor Ort! Plötzlich sah ich diese Szene, die auf 
mich so wirkte, als führe eine Treppe direkt in den Himmel. Ich wusste 
sofort, dass ich mein Motiv gefunden hatte.
Zweiter Platz in der Kategorie "Landschaften" für 
Heike Odermatt (Niederlande): Durch den Klimawandel schmelzen die Gletscher im Rekordtempo. Auch der
Grosse Aletschgletscher im Wallis (Schweiz) ist hiervon stark betroffen. Als ich 
Ende August 2009 vor Ort war, besuchte ich zwei kleine Eisgrotten am Rande 
des Gletschers (dieses Bild zeigt die kleinere, mit einer Höhe von nur 1,5 Metern).
Das Schmelzwasser suchte sich hier einen Weg durch das Eis und kam als kleiner
 Wasserfall auf der Unterseite des Gletschers wieder hervor. Kurze Zeit später 
waren beide Eisgrotten verschwunden.
Sieger der Kategorie "Unter Wasser" ist Greg Lecoeur aus Frankreich: Während einer Segeltour auf dem Mittelmeer entdeckten meine Freunde und 
ich mehrere große Rückenflossen am Horizont. Wir änderten unseren Kurs, um 
nachzuschauen, um welche Tiere es sich handelt. Ich zog meine Tauchausrüstung
an und sprang in das kristallklare Wasser, wo mich diese Schule von Grindwalen 
schon erwartete. Es sollte einer der schönsten Tauchgänge meines Lebens werden:
 Die Tiere waren sehr neugierig und umkreisten mich immer wieder, wobe i
sich großartige fotografische Möglichkeiten ergaben.
Zweiter Platz in der Kategorie "Unter Wasser" für 
Jordi Benitez Castells (Spanien): 
In Calafell (Spanien) kann man während der Sommermonate zahlreiche
Quallenarten in den seichteren Küstenabschnitten beobachten. Dieses 
Bild, das bei einem nächtlichen Tauchgang entstand, zeigt eine Spiegeleiqualle
(Cotylorhiza tuberculata). Es kommt oft vor, dass kleine Fische 
Schutz unter dem Schirm dieser Quallenart suchen. Dieses interessante 
Verhalten wollte ich gerne dokumentieren, und nach einiger Zeit fand ich 
auch ein Exemplar, zwischen dessen Tentakeln die Fische lebten wie in 
einem Appartmenthaus zur Hauptsaison.
Sieger in der Kategorie "Mensch und Natur" ist 
Carsten Ott (Deutschland): Beim Anblick der aufgemalten Szenerie am Fischottergehege kam mir die
Komposition vom „Bild im Bild“ in den Sinn. Mehrere Tage vergingen, bis 
sich mir das Schauspiel bot, auf das ich so lange gewartet hatte. Der Fischotter
erschien kurz auf der Bildfläche, betrachtete die „natürliche Idylle“
des Sees und nahm Kontakt mit seinen „Artgenossen“ auf. Die Doppeldeutigkeit
 des Bildes – das echte Tier in Gefangenschaft und die unechten
Tiere in der freien Seenlandschaft – begeistern mich besonders.
Zweiter Platz für "Mensch und Natur" für 
Espen Bergersen (Norwegen):  Im Winter versammeln sich Hunderte von Schwert- und Buckelwalen 
in einigen Fjorden im Norden Norwegens, angelockt von den riesigen 
Heringsschwärmen, die dort ihre Laichgründe haben. Auch Menschen 
mögen Hering, und die Fischer in der Region fangen große Mengen davon.
Manchmal kommt es vor, dass im Netz gefangene Heringe längere Zeit
 unbewacht bleiben, und die Wale zeigen reges Interesse für sie, so wie der 
Buckelwal auf diesem Bild. Auch für die Möwen ist der Tisch dann reich
gedeckt.
Lobende Erwähnung in der Kategorie "Mensch und Natur" für Horst Eberhöfer (Italien):  Es war Winterzeit und die Hirsche vom Schweizer Nationalpark zogen bereits
in die südlichen Hanglagen ins nah gelegene Münstertal. Dort suchten einzelne 
Hirsche Nahrung bei den Bergbauernhöfen. Zwei Welten: Mensch und Tier treffen
in diesem Bild aufeinander. Ich habe genau jenen Moment festgehalten, in dem 
es schien, als würde das Tier zu Gott sagen: „Meine Tage sind gezählt …“. Da der
Hirsch am Lauf verletzt war, wurde er nur wenige Tage später von der Jagdaufsicht 
erschossen, obwohl er von Tag zu Tag weniger hinkte.
Sieger in der Kategorie "Atelier Natur" ist 
Konrad Funk (Deutschland): 
Ich war auf der Suche nach einem „bewegten Wassermotiv“, als ich fast 
am Ende des Marble Canyon (Kanada) diesen von tosender Gischt umspülten 
Frauenkopf entdeckte. Ich taufte ihn „Miss Marble“ und habe mich 
lange mit ihm beschäftigt. Das Stativ aufzubauen war unmöglich, denn zu
viele Touristen „stolperten“ Schwingungen hervorrufend über den Steg.
Also stellte ich eine kurze Verschlusszeit ein, drückte mich immer wieder 
fest ins Geländer, und jedes Foto unterschied sich von den anderen.
Zweiter Platz in der Kategorie "Atelier Natur" für 
Bálint Vincze (Ungarn): 
Im Spätwinter 2017 gab es in unserer Region einen plötzlichen Kälteeinbruch, 
und da zuvor kaum Niederschläge gefallen waren, nutzte ich die
Gelegenheit, abstrakte Motive auf den zugefrorenen Gewässern in der 
Nähe meines Wohnortes zu fotografieren. Ich bin Grafik-Designer, daher 
fällt es mir relativ leicht, Formen zu entdecken, die für den Betrachter 
interessant sein könnten. Dabei gerate ich manchmal auch in gefährliche
Situationen, denn schon des Öfteren bin ich eingebrochen und stand bis 
zu den Hüften im eiskalten Wasser. Zum Glück ist bislang alles glimpflich 
ausgegangen – für mich und für mein Equipment.
Lobende Erwähnung in der Kategorie "Atelier Natur" für 
Florence Dabenoc (Frankreich):  
Von diesem Bild hatte ich schon lange geträumt. Aber die Umsetzung 
war extrem schwierig, weil sich die Tiere, nachdem sie getrunken haben, 
normalerweise sofort umdrehen und das Wasserloch verlassen. Doch 
dann erfüllten sich meine Hoffnungen: Zwei Giraffen liefen am Rand dieser 
Wasserstelle im Etosha-Nationalpark (Namibia) entlang, und ihre stolzen,
charakteristischen Silhouetten wurden perfekt gespiegelt. Aber das war
 noch nicht ganz das, wovon ich geträumt hatte. Ein kleiner Windstoß löste 
die Spiegelungen plötzlich diffus auf, und ich musste das Bild nur noch 
drehen, um meinen Traum wahr werden zu lassen.
Sieger in der Jugendkategorie bis 14 Jahren ist 
Carlos Perez Naval (Spanien): Wir sind gar nicht so verschieden. 
Unser Besuch im „Rainforest Discovery Center“ in Sepilok (Borneo) galt
 eigentlich den endemischen Vogelarten und Orang-Utans, die dort vorkommen.
 Während wir auf verschlungenen Pfaden durch den Regenwald 
wanderten, überraschte uns eine große Gruppe von Südlichen Schweinsaffen 
(Macaca nemestrina), unter denen sich auch einige wirklich furchteinflößende 
Männchen befanden. Uns war die Situation nicht geheuer, und 
wir gingen schnell weiter. Als ich mich in einiger Entfernung umdrehte, sah 
ich dieses Jungtier hoch oben in den Bäumen. Die Sonne stand hinter ihm,
also entschied ich mich für diese Aufnahme im kontrastreichen Gegenlicht.
Sieger in der Jugendkategorie 15 bis 17 Jahre ist 
Simon Johnsen (Norwegen):  
Ich hatte schon immer davon geträumt, das Nest einer Wasseramsel (Cinclus
cinclus) zu finden. Im letzten Jahr ging mein Wunsch in Erfüllung, und 
ich fand eines an einem kleinen Fluss, der zum Hof meines Vaters gehört. 
Die Wasseramsel hatte den Platz gut gewählt, denn das Nest lag hinter einem
Wasserfall, gut geschützt vor Fressfeinden. Während der Brutzeit im 
Mai und Juni habe ich dort viel Zeit verbracht und die Eltern beim Füttern
ihrer Jungen fotografiert.

Die Jury begründete ihre unkonventionelle Entscheidung mit der Tatsache, dass beide Bilder gleichermaßen höchsten fotografischen Ansprüchen gerecht werden, und darüber hinaus in ihrer so gegensätzlichen Aussage all das repräsentieren, was Naturfotografie heute sein kann und soll.

Ausstellung bis 10. November

Fotografen aus 31 Ländern hatten nahezu 18.000 Aufnahmen eingereicht.

Die Ausstellung zum diesjährigen Wettbewerb ist noch bis zum 10. November in der Galerie im Hansesaal, Kurt-Schumacher-Straße 41,zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Anschluss werden die prämierten Bilder auf eine dreijährige Tournee durch Deutschland und Europa gehen.

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