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Entscheidung gefordert

Freibad Cappenberger See: Halle drüber oder nicht?

WETHMAR Aus Sicht der Lüner SPD wurde genug geredet und geprüft: Soll das Freibad Cappenberger See nun eine Traglufthalle bekommen oder nicht? Die Sozialdemokraten drängen auf eine Entscheidung. Nicht allen Fraktionen im Ausschuss gefällt das.

Freibad Cappenberger See: Halle drüber oder nicht?

Luftbild Freibad Cappenberger See vom Juli 2015

Jetzt, finden die Sozialdemokraten, ist endlich eine Entscheidung fällig: In seiner Sitzung am 30. November soll der Ausschuss für Bildung und Sport beschließen, ob das Freibad Cappenberger See eine Traglufthalle bekommen soll oder nicht.

Diesem Antrag der SPD folgte der Ausschuss – in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag (28. 9.) – gegen die Stimmen der GFL.

LÜNEN Schwimmzeiten sind knapp in Lünen, vor allem im Winter. Deshalb sollte die Verwaltung überprüfen, wie das Freibad Cappenberger See möglicherweise überdacht werden kann. Jetzt gab es im Ausschuss einen ersten Zwischenbericht.mehr...

Der Prüfauftrag an die Verwaltung, die Kosten für eine solche Halle zu ermitteln, stammt aus dem April 2016. Ein Jahr später gab die Stadt einen Zwischenbericht. Schulen und Vereine seien für eine solche Traglufthalle, hieß es darin. Die Überdachung würde circa 1,6 Millionen Euro kosten, die jährlichen Betriebskosten beliefen sich auf etwa eine Million Euro. Fördermittel seien voraussichtlich nicht zu bekommen. Das alles seien aber nur vorläufige Einschätzungen, eine Vertiefung sei nötig.

Die Verwaltung habe „alle Zeit gehabt zu prüfen“, meinte Hugo Becker für die SPD. Daher sei Ende November eine Entscheidung fällig. Bis dahin bestehe noch ausreichend Gelegenheit, etwaige neue Ideen einzubringen. Zusätzliche finanzielle Mittel für ein weiteres Gutachten seien „weder erforderlich noch gerechtfertigt“, so die SPD.

GFL: SPD wolle das Projekt schnell beerdigen

„Es wird keine neuen Erkenntnisse geben“, erklärte Beigeordneter Horst Müller-Baß (SPD) nunmehr im Ausschuss den Stand der Dinge aus Sicht der Verwaltung. Er kündigte aber gleichzeitig an: „Wir werden uns mittelfristig nochmals das Bäderkonzept angucken.“

Vor allem die GFL favorisiert kurzfristige Lösungen. Mit einer Traglufthalle sei das Freibad Cappenberger See länger nutzbar. Nach Ansicht der GFL will die SPD das Projekt so schnell wie möglich beerdigen: „Dass sie das nicht wollen, Herr Becker, ist ja klar, das Lippe Bad ist ja ihr Baby“, sagte Andreas Mildner (GFL). Die Bedarfe über die Kapazitäten des Lippe Bades hinaus, so Mildner, seien aber nun einmal da.

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