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Abwasserentsorgung

Gebühren steigen - aber nicht so stark wie befürchtet

Lünen Nach eingehenden Beratungen hat der SAL-Verwaltungsrat einer Erhöhung der Abwassergebühr zugestimmt. Dabei hätte es für die Verbraucher allerdings noch schlimmer kommen können.

Gebühren steigen - aber nicht so stark wie befürchtet

Zu den Aufgaben von SAL gehört auch die Kontrolle des Kanalnetzes. Foto: Foto: Goldstein

Die Abwassergebühr für Lünens Haushalte steigt im kommenden Jahr. Allerdings fällt die Erhöhung geringfügiger aus als ursprünglich vom Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) geplant.

Darauf verständigte sich der SAL-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Vor der Abstimmung über die Gebührenerhöhung hatte es in den vergangenen zwei Wochen Gespräche zwischen SAL und den Ratsfraktionen gegeben.

Dabei wurden Möglichkeiten einer „niedrigeren Gebührenanpassung“ ausgelotet. Mit folgendem Ergebnis für die SAL-Kunden: 2018 steigt die Gebühr für Schmutzwasser je Kubikmeter von 2,45 Euro (2017) auf 2,49 Euro (geplant waren erst 2,52 Euro). Das entspricht Mehrkosten von 0,04 Euro (plus 1,63 Prozent).

Für Niederschlagswasser steigt die Gebühr 2018 von 1,31 Euro (2017) um 0,01 Euro auf 1,32 Euro (geplant waren zuvor 1,33 Euro) je Quadratmeter versiegelter Fläche.

Musterhaushalt

Gemessen am Musterhaushalt des Bundes der Steuerzahler NRW (200 Kubikmeter Abwasser, 130 Quadratmeter bebaute Fläche) bedeuten die neuen Gebührensätze Jahreskosten von 669,60 Euro. Im Vergleich zu 2017 (660,30 Euro) entspricht das einer Steigerung von 1,41 Prozent (9,30 Euro). Entgegen dem ursprünglichen Plan (16,60 Euro) fällt die Erhöhung 7,30 Euro niedriger aus.

Erste Erhöhung seit 2015

Wie SAL-Abteilungsleiter Andreas Buschjost Mittwochabend sagte, sei dies die erste Erhöhung seit drei Jahren. Von 2015 bis 2017 seien die Abwassergebühren stabil gewesen. Grund für die nunmehr beschlossene Gebührenerhöhung sind „steigende Verbandskosten“. Das heißt, SAL muss im kommenden Jahr mehr Geld für die Reinigung des Abwassers an den Lippeverband und an die Emschergenossenschaft zahlen. Diese Mehrkosten schlagen sich in den neuen Gebührensätzen nieder.

Minus im Gebührenhaushalt

Dass die Gebührenerhöhung geringer ausfällt als angedacht, hat folgenden Grund: Nach eingehender Beratung des Verwaltungsrats verzichtet SAL darauf, ein Minus im Gebührenhaushalt 2016 von rund 225.000 Euro nachträglich in die Abwassergebühr einzupreisen. Dieses Loch stopft SAL wie schon in den Vorjahren aus eigenen Mitteln.


Ob es künftig dabei bleibt, ist ungewiss. Dies werde nicht zuletzt davon abhängen, hieß es im Verwaltungsrat, ob der Abwasserbetrieb 2018 „an der einen oder anderen Stelle“ Kosten einsparen kann.

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