Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Stadt und Gemeinde einig

Kita St. Gottfried wird um zwei Gruppen erweitert

LÜNEN In Lünen fehlen jede Menge Betreuungsplätze. In einem ersten Schritt soll jetzt die Kita St. Gottfried ausgebaut werden. Darüber haben die Kirchengemeinde und die Stadt in den vergangenen Monaten verhandelt – und sich auf eine Lösung geeinigt.

Kita St. Gottfried wird um zwei Gruppen erweitert

Die katholische Kita St. Gottfried wird einen Erweiterungsbau bekommen. Foto: Fabian Paffendorf

Die Kita St. Gottfried soll Zuwachs bekommen. Wenn der Rat am 14. Dezember zustimmt, wird die katholische Einrichtung um zwei Gruppen erweitert. Weil im Norden Kita-Plätze fehlen, müssen dringend neue geschaffen werden.

Das Beispiel in Wethmar zeigt, wie schwierig Prognosen sind. Noch vor sieben Jahren stand die Schließung der Tageseinrichtung an. Der Altbau war sanierungsbedürftig, die Zahl der Kinder ging zurück. Es gab Stimmen, die der Kita keine Zukunft gaben. Zähe Verhandlungen mit Bistum und Stadt haben die Einrichtung im Quartier gerettet: Es wurde neu gebaut, allerdings kleiner. Von vier blieben nur noch zwei Gruppen. Während der Bauphase waren die Kinder auf Möllmanns Hof untergebracht.

Planung überholt

Inzwischen hat die aktuelle Entwicklung die städtischen Planungen überholt: Es gibt mehr Kinder als prognostiziert. Höhere Geburtenzahlen, mehr Zuzüge und der Wunsch vieler Eltern, Kinder früher betreuen zu lassen, bringen die Stadt in Zugzwang. Sie hat daher bei der Kirchengemeinde St. Marien, zu der St. Gottfried gehört, nachgefragt, ob man kooperationsbereit sei. Pfarrer Clemens Kreiss begrüßt die Erweiterung: „Wir können etwas fürs Quartier und St. Gottfried tun. Die Kita ist gut aufgestellt. Ich kann mir das gut vorstellen.“ Auch die Gespräche mit dem Bistum Münster seien positiv verlaufen.

Zusätzliches Stockwerk

Jetzt also alles wieder alles auf Anfang: Die Kita St. Gottfried soll vierzügig werden, wie vor sieben Jahren. Der 2014 von Kardinal Baselios Cleemis aus Indien eingeweihte 1,1 Millionen Euro teure Neubau bekommt eine Erweiterung oder vielleicht auch ein zusätzliches Stockwerk. Das Architektur- und Ingenieurbüro Schulenberg aus Hamm, das schon den Neubau Auf dem Sande konzipierte, hat bereits erste Ideen formuliert. Geplant sind 35 neue Plätze, zehn vom Gruppentyp II für unter Dreijährige und 25 vom Gruppentyp III für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Jutta Beese, Verbundleiterin der Kitas von St. Marien, sieht die Planungen noch ganz am Anfang.

Investitionskokosten

Wie es bei der Stadt am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion hieß, belaufen sich die Investitionskosten auf etwa eine Million Euro. Das Geld soll zu rund 90 Prozent aus dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ des Bundes fließen. Den Eigenanteil des Trägers, also der Kirchengemeinde, von über 10 Prozent (ca. 105.000 Euro) übernimmt die Stadt: „Aufgrund der Notwendigkeit der Betreuungsplätze“.

Mehrbelastung pro Jahr

Für den Betrieb der beiden zusätzlichen Gruppen ergebe sich abweichend von der bisherigen Planung ab dem Haushaltsjahr 2019 ein Mehraufwand in Höhe von ca. 375.000 Euro sowie ein Mehrertrag über 210.000 Euro, hieß es bei der Stadt Dienstag weiter: „Im Saldo bedeutet dies eine Mehrbelastung von ca. 165.000 Euro pro Haushaltsjahr.“

Förderantrag

Der Förderantrag muss bis Ende dieses Jahres gestellt werden. Deshalb, so die Stadt, „kann zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Gruppen noch nichts gesagt werden.“ Erst nach der Bewilligung – voraussichtlich im ersten Quartal 2018 – könne mit den Ausschreibungen und dann mit dem Bau begonnen werden. Fest steht, dass die Mittel bis zum Jahr 2020 verbaut werden müssen. Die Kita St. Gottfried, so der Plan der Verwaltung, soll ihre neuen Gruppen im Februar 2019 eröffnen können.

Neue Prognose

Bis 2030 muss die Stadt nach der neuen Prognose zwölf zusätzliche Gruppen schaffen: Vier Gruppen mit insgesamt 75 Plätzen in Brambauer, fünf Gruppen mit 90 Plätzen im Norden und drei mit 55 Plätzen im Süden. Der Bereich Mitte soll vom Norden mitversorgt werden.

Anzeige
Anzeige