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Fußball

„Simon Erling ist fußballerisch inkompetent“

Wethmar Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar und die beiden Brüder Pascal und René Harder gehen ab sofort getrennte Wege. Während Pascal Harder von sich aus den Verein verlässt, hätte René die Saison gerne noch zu Ende gespielt.

„Simon Erling ist fußballerisch inkompetent“

Sagen gemeinsam ade: Die beiden Brüder René Harder (l.) und Pascal Harder spielen ab sofort nicht mehr für Westfalia Wethmar. Foto: Reith

Pascal (29) und René Harder (27) spielen ab sofort nicht mehr für den Fußball-Bezirksligisten Westfalia Wethmar. Das bestätigten die beiden Brüder am Dienstagnachmittag. Pascal verlässt den Verein auf eigenen Wunsch. Er habe den Vorstand am Sonntag nach dem Spiel beim SuS Kaiserau darüber informiert, dass er den Verein verlasse, sofern Simon Erling Trainer bleibe.

„Nachdem mir mitgeteilt wurde, dass man mit Simon weiterplant, stand für mich fest, dass ich den Verein verlasse“, so Pascal Harder, der damit auch das Amt des spielenden Co-Trainers nicht mehr ausführen wird. Eine Szene, die sich am vergangenen Sonntag beim Spiel in Kaiserau (0:4) zugetragen hat, habe für Harder das Fass zum Überlaufen gebracht. Nach einem Wortgefecht mit Tim Heptner wechselte Simon Erling die beiden Streithähne sowie René Harder aus.

In unserem Interview am Montag äußerte sich Erling zu seiner Maßnahme: „Die Spieler haben sich im Ton vergriffen. Ich sah mich da gezwungen, zu handeln“. Pascal Harder dazu: „Simon hat keine Eier in der Hose, er ist keine Autoritätsperson“. Des Öfteren habe Pascal Harder in seiner Funktion als Co-Trainer Entscheidungen von Erling nicht verstanden. „Er hat nie alleine Entscheidungen getroffen, hat sich überall Rat gesucht. Er war wie eine Wetterfahne im Wind, fußballerisch inkompetent“, so Harder weiter.

Mit dem Verein selbst will Harder jedoch nicht im Zwist auseinandergehen. „Ich mag den Verein und auch jeden Spieler. In Wethmar wird geradlinig und vernünftig gearbeitet“, so Pascal Harder, der jetzt zunächst einmal wohl eine sechsmonatige Pause einlegen wird.

Ungewisse Zukunft

Wie es für Bruder René Harder weitergeht, steht noch nicht fest. Der Verein habe entschieden, dass der 27-Jährige ab sofort nicht mehr für Wethmar spielen werde. Angesprochen auf die Szene am Sonntag in Kaiserau sagt René Harder: „Ich habe wirklich wieder nicht gut gespielt, aber dass ich mich im Ton vergriffen haben soll, kann ich nicht nachvollziehen“, sagt der Rechtsverteidiger, der am Dienstag einen Anruf seitens des Vereins erhalten haben soll, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er unter Simon Erling keine Rolle mehr spiele.

Neben seiner Funktion als Spieler trainierte René Harder bis zuletzt auch die B-Junioren der Westfalia in der Kreisliga A. Ob er diese Rolle weiterhin ausführt, weiß er noch nicht. „Ich kann das Vereinsbild nicht mehr vertreten“, sagt René Harder, der ebenso wie sein Bruder betont, dass er die Trennung schade findet.

Der TuS Westfalia Wethmar will sich am Mittwoch schriftlich in einer Stellungnahme zu den Vorkommnissen äußern.

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