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Prozess am Landgericht

War 39-Jähriger an Gullydeckel-Einbrüchen beteiligt?

DORTMUND/LÜNEN Fast zehn Jahre nach einer Serie von Einbrüchen in Tankstellen, Schlecker-Märkte und Lottobuden hat vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft sieht in ihm ein Mitglied der sogenannten Gullydeckel-Bande. Doch der Angeklagte mauert.

War 39-Jähriger an Gullydeckel-Einbrüchen beteiligt?

Der Angeklagte soll Teil der Gullydeckel-Bande gewesen sein.

15 Taten werden ihm vorgeworfen, gerade einmal zwei will der 39-Jährige auch wirklich verübt haben. „Und da war ich total betrunken und kann mich eigentlich an kaum etwas erinnern“, sagte er.

Der Angeklagte wohnte damals am Brackeler Hellweg in Dortmund. Hier soll er sich regelmäßig mit zwei Komplizen getroffen haben, um anschließend mit dem Auto durchs ganze Ruhrgebiet zu fahren - unter anderem nach Lünen, Castrop-Rauxel und Werne.

Hatte die Bande ein geeignetes Ziel entdeckt, ging alles ganz schnell. Einer holte einen Gullydeckel aus dem Kofferraum und warf ihn durch die Fensterscheibe. Dann wurde das Laden-Innere nach Zigaretten durchsucht, ehe sich das Fahrzeug wieder in Bewegung setzte.

Das sind die möglichen Tatorte

  • In Dortmund soll die Bande an zwei Tankstellen an der Martener Straße und der Mengeder Straße zugeschlagen haben
  • In Castrop-Rauxel sollen die Einbrecher aus zwei Tankstellen an der Wittener und der Herner Straße jeweils Zigaretten im Wert von 400 Euro gestohlen haben. 
  • In Lünen sollen die Einbrecher gleich mehrmals die Total-Tankstelle an der Brambauer Straße heimgesucht haben. Bei jedem einzelnen Diebeszug fielen ihnen dabei offenbar Zigaretten im Wert von über 2000 Euro in die Hände. 
  • In Werne sollen die Einbrecher im August 2009 zugeschlagen haben. Aus der Aral-Tankstelle an der Lünener Straße stahlen sie Zigaretten im Wert von 2400 Euro.
  • Insgesamt sollen die Einbrecher Zigaretten im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet haben.

Angeklagter belastete einen mutmaßlichen Mittäter

Schon am zweiten Verhandlungstag wird der Angeklagte einen seiner damaligen Mittäter wieder sehen. Besonders freundschaftlich wird das aber wohl kaum ausfallen.

Der Komplize hatte nach seiner Festnahme bei der Polizei umfangreich ausgesagt und dabei vor allem den 39-Jährigen belastet. „Er soll mir sagen, warum er meinen Namen missbraucht hat“, polterte der Angeklagte am Freitag.

 

 

 

 

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