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Kataster des RVR

Wie hoch ist Lünens Solar-Potenzial?

LÜNEN Das Dach des Lüner Rathauses ist grün markiert im neuen Solardachkataster des Regionalverbands Ruhr (RVR). Das bedeutet: Es ist im Prinzip „gut geeignet“, um darauf mit der Energie der Sonne Strom zu erzeugen. So eine Einschätzung gibt es auf einer interaktiven Karte nun für viele Gebäude in Lünen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie hoch ist Lünens Solar-Potenzial?

Ein Blick auf die Karte im Internet, hier der Bereich rund um den Tobiaspark: Je nach Eignung für Photovoltaik sind die Gebäude grün, gelb oder rot markiert. RN-FOTO

Welche Informationen kann man in der Karte ablesen?

Unterschieden wird zwischen der Eignung für Photovoltaikanlagen (für Strom) und Solarthermie. Bei Letzterem wird kein Strom erzeugt, sondern Wasser erwärmt. Die Gebäude sind rot (nicht geeignet), orange (bedingt geeignet), gelb (geeignet) oder grün (gut geeignet) markiert. Außerdem kann man sehen, wo auf dem Dach die Sonneneinstrahlung wie hoch ist und welche Dachflächen des Gebäudes für eine Solaranlage geeignet sind.

Ist so ein Angebot neu für Lünen?

Nein, schon 2011 haben die Stadtwerke in Kooperation mit der Volksbank Selm-Bork-Altlünen einen solchen Service im Internet präsentiert. Unter dem Link www.solare-stadt.de/luenen/Solarpotenzialkataster ist es weiterhin abrufbar.

Was ist der Unterschied zum RVR-Kataster?

Die Aktualität der Daten. Laut Stadt Lünen stammen die Daten der Internetseite „Solare Stadt“ von 2008 und wurden seitdem nicht mehr gepflegt. Die Daten des RVR sind von 2012.

Welche Voraussetzungen muss ein Gebäude erfüllen, um für eine Solaranlage geeignet zu sein?

Auf einem Flachdach gibt es in der Regel keine Probleme, dort kann man die Anlage nämlich einfach in Richtung Sonne ausrichten. Bei einem Schrägdach kommt es auf die Ausrichtung an. „Sehr gut ist eine Ausrichtung nach Süden, Südosten oder Südwesten. Norden, Nordosten oder Nordwesten hingegen lohnen sich überhaupt nicht“, sagt Wolfgang Beckröge, Referatsleiter Geoinformation beim RVR. Außerdem komme es auf die Größe des Dachs an. Der Kataster berücksichtigt zugleich auch, ob große Bäume oder höhere Gebäude ihren Schatten auf ein anderes Dach werfen.

Könnte auf jedem grün markierten Gebäude eine Solaranlage installiert werden?

Nein. Die statische Eignung der Dachflächen oder Vorgaben des Denkmalschutzes werden in dem Kataster nämlich nicht berücksichtigt. Der RVR empfiehlt auf seiner Internetseite, sich bei Interesse vor Ort von einer Fachberatung informieren zu lassen.

Woher kommen die Daten für den Kataster?

Der interaktiven Karte auf der Internetseite des RVR liegen die Grundrisse der Gebäude zugrunde. Diese Informationen werden kombiniert mit Geodaten des nordrhein-westfälischen Landesvermessungsamts. Dafür fliegen Flugzeuge über ganz NRW und tasten mit Lasern die Oberfläche ab. So wird zum Beispiel festgestellt, wie hoch die Gebäude und wie schräg die Dächer sind. „Kleine Aufbauten wie Schornsteine oder Gauben können aber nicht erkannt werden“, so Beckröge.

Da es nicht möglich ist, das ganze Bundesland in einem Jahr zu überfliegen, stammen die Daten der verschiedenen Städte aus unterschiedlichen Jahren. Die Daten aus unserer Region wurden 2012 erhoben. Das heißt, dass sie bald aktualisiert werden. Alle sechs Jahre vermisst das Landesvermessungsamt jede Region neu. Dann wird auch der Kataster des RVR aktualisiert.

Was können Immobilienbesitzer tun, die nicht wollen, dass ihr Gebäude im Internet gekennzeichnet wird?

Beim RVR widersprechen: Regionalverband Ruhr, Geoinformation und Raumbeobachtung, Kronprinzenstraße 6, Essen, Tel. (0201) 2069229.

Wie viele Photovoltaikanlagen gibt es bereits in Lünen?

Im Netzgebiet der Stadtwerke Lünen 920, so Unternehmenssprecherin Jasmin Teuteberg. 33 davon betreiben die Stadtwerke selbst.

Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es über den Kataster hinaus?

Bei den Stadtwerken gibt es seit August 2016 das Online-Portal www.mein-energiehaus-swl24.de. Dort können Nutzer Photovoltaikmodule konfigurieren, sich ihr mögliches Sparpotenzial errechnen lassen und – bei Interesse – ein Angebot anfordern.

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