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Zweigstelle der Wolfhelm-Gesamtschule

Schulkooperation: Noch keine Entscheidung in Olfen

OLFEN Der Schulausschuss der Stadt Olfen hat am Donnerstag über den geplanten Teilstandort der Wolfhelm-Gesamtschule in Datteln diskutiert. Eine Entscheidung gab es nicht, da die Fraktionen noch die Stellungnahme der Schule beraten möchten. Datteln gibt indes grünes Licht – und reagiert auf Ängste.

Schulkooperation: Noch keine Entscheidung in Olfen

Wolfhelmgesamtschule

Dem Schulausschuss lag am Donnerstag bei seiner Sitzung die Stellungnahme der Schulkonferenz vor. Das Gremium, es setzt sich aus Vertretern der Lehrer, Eltern und Schüler zusammen, spricht sich gegen einen Teilstandort in Datteln aus.

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„Veränderungen erzeugen erst einmal Ängste“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Man nehme die Ängste auch sehr ernst. Er betonte aber, für Olfen gebe es nur so die Chance, die Wolfhelmschule auch für die nächsten Jahre zu sichern.

Gesamtschule in Olfen langfristig sichern

Sendermann: „Für Olfen ist der Teilstandort zur Sicherung der Schule alternativlos.“ Für Datteln sehe dies anders aus. „In Datteln möchte man eine Gesamtschule haben, dies wünschen sich auch die Eltern.“ Und wenn es keine Kooperation mit Olfen gebe, würde die Stadt mit einer anderen Gesamtschule kooperieren. „Die Verwaltung bleibt bei seiner Entscheidung, denn eine Kooperation ist zukunftsorientiert“, so der Bürgermeister.

Hauptamtsleiterin Daniela Damm betonte ebenfalls, man wolle mit dieser Kooperation die Olfener Gesamtschule langfristig sichern. Und sie werde auch weiterhin eine Schule der Stadt Olfen sein.

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Die Hauptamtsleiterin ging auf einige Kritikpunkte der Schulkonferenz ein. So hat die Schulkonferenz erklärt, es gebe doch in Olfen wachsende und stabile Schülerzahlen. Damm: „Das stimmt sicherlich. Aber selbst wenn 100 Prozent der Olfener Grundschüler an die Gesamtschule wechsel würden, reicht dies nicht aus.“ Man sei immer auf Schüler aus Nachbarstädten angewiesen.

Bedrohung für hohe Qualität der Schule?

Die Schulkonferenz sieht eine Bedrohung für das hohe Ansehen und die hohe Qualität der Schule. Daniela Damm erklärte, die Zügigkeitserweiterung allein stelle keine Bedrohung dar. Sie betonte, die Stadt Datteln sichere ein gleiches Ausstattungsniveau zu. Dies werde in einer Kooperationsvereinbarung auch vertraglich festgelegt. Außerdem sagte sie, dass die Stadt Datteln im nächsten Jahr drei Millionen Euro, und in den zwei folgenden Jahren jeweils zwei Millionen Euro in den Standort investieren wolle.

Dattelns Schulpolitiker haben am Mittwoch grünes Licht gegeben für die geplante Kooperation mit der Wolfhelm-Gesamtschule Olfen. Der Schulausschuss fasste einstimmig den Grundsatzbeschluss, im Gebäude der heutigen Hauptschule Hachhausen einen Teilstandort der Olfener Gesamtschule einzurichten. Damit verbunden ist gleichzeitig der Beschluss, die Hauptschule auslaufend zu schließen. 

Sorgen seien auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen

Breiten Raum in der Diskussion nahm das Nein der Gremien der Wolfhelmschule zur geplanten Kooperation sowie die bei etlichen Eltern in Datteln und Olfen vorherrschende Skepsis gegenüber diesem Projekt ein. Vor kurzem hat es eine von Olfen initiierte Online-Petition gegeben, bei der auch rund 50 Dattelner ihre Sorgen und Ängste formulierten. Sorgen, die nach Ansicht von Politik und Verwaltung auch auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen seien.

Hedi Mengert, die Moderatorin der Planungsgruppe, die die Schulkooperation vorbereitet, nahm zu den in der Petition genannten Sorgen Stellung. Natürlich bedeute es für die Pädagogen der Olfener Gesamtschule, in den Pausen zwischen den beiden Standorten zu pendeln, so Mengert. Mit intelligenten Stundenplan-Regelungen oder einem anderen Stundenraster – 60 oder 90 Minuten – ließe sich das aber reduzieren.

Entscheidung am 19. Oktober

Falsch sei auch, so Mengert weiter, dass Dattelner Schüler, die schon jetzt an der Olfener Gesamtschule unterrichtet werden, zurück nach Datteln müssten. Das sei auch technisch gar nicht möglich, weil es zum Start im kommenden Schuljahr nur Fünfer-Klassen in Datteln gebe. Auch die Sorge, dass sich bisherige Kursangebote reduzieren würden, entspreche nicht den Tatsachen. Das Gegenteil sei der Fall. Je größer die Schule, desto mehr Angebote seien bei den Wahlpflichtkursen möglich, betonte Mengert.

Die Olfener Fraktionen werden das Thema nun beraten. Abschließend entscheidet der Rat am 19. Oktober. „Es wird Zeit, dass wir nun entscheiden“, so Hauptamtsleiterin Daniela Damm am Donnerstag.

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