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Volksbank Raesfeld

Hausalarm löste bei Übung nicht aus

Raesfeld Ein Feuer in der Volksbank Raesfeld: Am Montagabend war das zum Glück nur das Szenario einer Übung, bei der Feuerwehrleute den Ernstfall trainierten. Und die sahen auch gleich, was dann nicht funktioniert hätte.

Hausalarm löste bei Übung nicht aus

Mit einer Drehleiter „retteten“ die Raesfelder Feuerwehrmänner eine Mitarbeiterin der Volksbank bei der Übung am Montagabend.

Ein Großaufgebot von mehr als 30 Mitgliedern des Löschzugs Raesfeld eilte am Montagabend gegen 18 Uhr in den Raesfelder Ortskern. Dort, so das Szenario einer Übung, war Feuer im Kellerbereich ausgebrochen. Zwei vermisste Personen sollten sich im Keller aufhalten. Außerdem weitere 13 Mitarbeiter im Gebäude, die zunächst nichts vom „Feuer“ mitbekamen, weil der Hausalarm nicht anschlug. Das tat er übrigens tatsächlich nicht, war also kein vorbereiteter Teil der Übung.

Nur Geschäftsführung wussten von Übung

„Geile Nummer, da träumt jeder Einsatzleiter von“, sagte André Szczesny, stellvertretender Feuerwehr-Chef und Einsatzleiter, nach der Übung mit gequältem Lächeln. Doch genau dafür seien Übungen da: zu sehen, was im Ernstfall funktioniert und was nicht. Nur die Geschäftsführung der Volksbank habe von der Übung vorher gewusst. Unter Atemschutz gingen Trupps des Löschzugs Raesfeld ins Gebäude und „retteten“ die darin befindlichen Personen.

Bis auf eine Mitarbeiterin, die im zweiten Geschoss laut Übungsszenario von den Flammen eingeschlossen war und laut am Fenster um Hilfe rief. Sie sollte mit der Drehleiter aus Borken „gerettet“ werden. Doch das Fahrzeug hatte genau zu dieser Zeit einen echten Einsatz und kam deshalb erst eine halbe Stunde später an. Unter dem Beifall der Schaulustigen an der gesperrten Weseler Straße wurde die Dame aus dem Gebäude geholt.

Frau auch so gerettet

Und was wäre im Ernstfall passiert? „Wir hätten die Frau auch so da raus bekommen“, sagte Szczesny. Er hätte etwa noch eine Drehleiter aus Schermbeck alarmieren können. Falls diese auch nicht verfügbar gewesen wäre, hätten die Feuerwehrleute ein Sprungpolster aufbauen können.

Aufgrund eines Vordachs unter dem Fenster, an dem die Mitarbeiterin stand, und einigen Treppenstufen auf dem Boden wäre dann allerdings ein etwas riskanter Sprung notwendig geworden. Alternativ, so Szczesny, hätten die Feuerwehrleute die Frau auch mit Leitern erreichen können.

Blickkontakt halten

Die Drehleiter sei das sicherste Rettungsmittel, erklärte Szczesny, weshalb er wartete. Sicherheit stünde auch beim Einsatz im Vordergrund. Bei einem Ernstfall hätte er sich etwa von der Mitarbeiterin am Fenster nicht weggedreht oder mindestens eine Person abgestellt, die Blickkontakt halten müsste. „Wenn man sich wegdreht, hat man schon erlebt, dass Leute dann springen.“

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