Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Besuch vom Nikolaus

Verregneter Start für den Adventsmarkt

Raesfeld Mit Fanfarenklängen wurde der Adventsmarkt auf Schloss Raesfeld am Donnerstag eröffnet. Der Regen machte den Organisatoren allerdings zu schaffen.

Verregneter Start für den Adventsmarkt

Hoch zu Ross ritt der Nikolaus vom Rathaus zum Schloss Raesfeld, bestaunt von Kindern, die ihre Laternen mitgebracht hatten. Foto: Berthold Fehmer Foto: Foto: Berthold Fehmer

„Im Stress“, antwortete Marktmeister Elmar Schmelter am Donnerstagnachmittag auf die Frage, wie es ihm geht. „Fünf Hütten sind undicht, da läuft Wasser rein.“ Der Regen hatte diese Schwachstellen bereits aufgedeckt, bevor der Markt offiziell von Diana Brömmel vom Ortsmarketing und dem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Dieter Strothmann eröffnet worden war.

Verregneter Start für den Adventsmarkt

Da es außerdem recht kühl war, hielten sich viele Besucher gerne beim Bocholter Kunstschmied Andreas Horstick auf, der mit dem Hammer den Amboss zum Singen brachte und einen heißen Ofen mitgebracht hatte. Einem Zuschauer entfuhr der Satz: „Wenn man seinen Ehepartner doch nur so gut formen könnte wie Eisen.“ Die Damen in seiner Umgebung antworteten spitz: „Oh ja!“

Nebenan schabte Henk Kreyenbrink aus Dinxperlo aus frischem Pappelholz Holzschuhe. „Fußbekleidungskünstler“, nennt sich Kreyenbrink grinsend selbst. Zum fünften Mal sei er beim Adventsmarkt in Raesfeld: „Eine ganz tolle Atmosphäre.“ Drei bis vier Stunden brauche er pro Paar, doch das ist dann noch nicht fertig. „Das Bemalen ist Frau-Werk“, sagte seine Frau Marijke, die zwei Meter weiter die Holzschuhe verkaufte, aber auch dicke Socken dazu. „Die braucht man im Winter.“

Es gibt Schnee
Was man sonst noch im Winter braucht, wusste Diana Brömmel vom Ortsmarketing: „Morgen soll es schneien“, machte sie Hoffnung auf besseres Wetter.

Verregneter Start für den Adventsmarkt
Über den Regen zur Eröffnung ärgerte sie sich eher weniger, mehr darüber, dass ein „scheinbar sehr Bedürftiger“ nachts einen der 20 Weihnachtsbäume geklaut hatte, den die Organisatoren zur Verschönerung angebracht hatten. Wegen der Unwetterwarnung hatte sich Ordnungsamtleiter Markus Büsken bis zum Ende die Entscheidung vorbehalten, ob der traditionelle Nikolauszug vom Rathaus zum Schloss ziehen oder aus Sicherheitsgründen bereits in der Sebastianschule enden sollte. „Wir probieren das jetzt mal“, sagte er um Punkt 17 Uhr und gab das Okay für den Zug zum Schloss. Allerdings unter der Bedingung, dass die Route so gewählt wurde, dass man möglichst wenig unter Bäumen herlief. Dass weniger Kinder als sonst am Rathaus auf den Nikolaus warteten, war für Büsken kein Wunder: „Viele tun sich das bei dem Wetter einfach nicht an.“


Der Adventsmarkt mit seinen 80 Ständen ist noch bis Sonntag (10. Dezember) geöffnet. Am Freitag von 15 bis 21 Uhr, am Samstag von 11 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Anzeige
Anzeige