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Ort zum Mittagessen

Waldwürmer haben Bauwagen eröffnet

Raesfeld Bei strahlendem Sonnenschein feierte das Team der Kindergartengruppe "Waldwurm" am Samstag die Fertigstellung des Bauwagens.

Waldwürmer haben Bauwagen eröffnet

Freuen sich über die Bauwagen-Eröffnung (v.l.): Silja Harnath, Steffi Friedrich, Birgit Kremer, Katja Maschmeier und (hinten) Andrea Reining.

Familien mit Kindern und Spaziergänger trafen im Schlosspark zusammen, tranken Kaffee und Kuchen und genossen sizilianische Reisbällchen von „Apecini“. Der Waldwurm ist bekanntlich ein Waldkindergarten, der im August öffnete – da noch ohne Bauwagen. Genutzt wurden für den Übergang die Räume des Naturparks.

Beheizbare Unterkunft

In Deutschland ist eine beheizbare Unterkunft in Nähe des Waldstückes allerdings vorgeschrieben. Der neue Bauwagen dient als Sammelpunkt während der Bringzeit am Morgen sowie als gemütlicher Ort zum Mittagessen. Als Unterschlupf vor schlechtem Wetter soll er vorrangig nicht dienen. Denn ganz nach dem Motto “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ sind die Kinder bei so ziemlich jedem Wetter im Wald. Mutter Katharina Preußner steht vollkommen hinter dieser Idee: „Meine zwei Jüngsten, Lorenz, drei Jahre alt, und Anneli, vier Jahre alt, sind seit der Eröffnung dabei. Die beiden lieben es, den ganzen Vormittag draußen zu verbringen. Sie haben mehr Platz und mehr Freiheit. Das Wetter ist ihnen dabei ganz egal. Bei Regen ziehen sie wie selbstverständlich Stiefel, Matschhose und Regenjacke von selbst an.“

Familie kommt aus Bayern

Die Familie ist aus Bayern zugezogen und hatte von dem Kindergarten gelesen und waren sofort begeistert. „Unser siebenjähriger Sohn Leander war auch in einem Waldkindergarten in Bayern. Wir würden diese Naturkindergärten den normalen Hauskindergärten immer vorziehen. Unsere Kinder gehen so gerne in den Kindergarten und wollen ihn mittags gar nicht verlassen." Drei Erzieher betreuen die im Moment zwölf Kinder große Gruppe. Gruppenleiterin Andrea Reining arbeitet unter dem Motto „Die Natur ist unser Spielraum“. „Bewegung ist das A und O, am besten an der frischen Luft im Wald. Die Kinder erkunden bei uns spielerisch den Wald mit Becherlupen und Ferngläsern“, erklärt sie. Mit Erzieher Chris Stöcker musizieren sie zum Beispiel auch.

Auf Trommeln, mit Rasseln und auf einem selbst gebauten Holzxylophon. Für Erzieher Torben Köper-Südfeld hat der Wald eine wichtige Bedeutung. „Der Wald ist unser bester Erzieher. Wir sind hier als Ansprechpartner und um die Kinder zu unterstützen und Impulse zu setzen.“ Dem schließt sich auch Chris Stöcker an: „Man darf Kinder nicht in eine Spur zwängen, sie brauchen Freiheit, um sich selbst entdecken zu können.

Elterninitiative ist Trägerin

Der Kindergarten „Waldwurm“ gehört zur Elterninitiative „Kita Holzwurm eV“. Ihr erstes Projekt starteten sie in den 1990er-Jahren, den Kindergarten „Holzwurm“ in Erle. Jetzt freuen sich Katja Maschmeier, Steffi Friedrich, Birgit Kremer und Silja Harnath über ihre zweite Einrichtung. Neben der Erziehung im Wald ist ihnen auch die regionale Verankerung wichtig, „wie zum Beispiel lokale Bauern zu besuchen“, so Harnath.

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