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Geduldsprobe für Autofahrer

Woher kommt der Stau in Schwerte?

Schwerte Autofahrern in Schwerte wird derzeit viel Geduld abverlangt. Schleichverkehr von Ergste bis zum Freischütz. Aber woher kommt der Stau ausgerechnet in den sonst verkehrsarmen Herbstferien?

Woher kommt der Stau in Schwerte?


Wer Dienstagmorgen über Hörder- oder Letmather Straße fahren musste, brauchte gute Nerven. Und das in den Schulferien, in denen der Berufsverkehr eigentlich geringer werden sollte. Warum also der Stau?

Ein Blick auf die Karte, die der Landesbetrieb Straßen.NRW im Internet veröffentlicht, gibt schnell eine Antwort. Fünf Baustellen in und um das Westhofener Kreuz legen derzeit die Autobahn lahm. Die staugeplagten Autofahrer suchen sich Ausweichstrecken und landen in Schwerte erneut im Stau.

„Eigentlich sind wir bemüht, die Bautätigkeit über das Jahr gleichmäßig zu verteilen“, erklärt Stephan Lamprecht vom Landesbetrieb Straßen NRW. Doch gerade im Herbst wolle man das gute Wetter noch nutzen.

Baustellen in Ferienzeit

Für kurze Baustellen setzt man zudem auf die verkehrsarmen Schulferien. „Ferien nehmen wir gerne“, bestätigt Jan Lohoff vom Baustelenmanagement des Landesbetriebs am Dienstag. So ist es auch bei der aktuellen Nachtbaustelle im Bereich des Westhofener Kreuzes. Dort wird noch bis Ende der Woche jeweils von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens die Verbindung der A 45 von Dortmund in Richtung Köln gesperrt, um dort die Fahrbahn zu sanieren. Tagsüber steht dem Verkehr auf der A 1 in diesem Bereich nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Umleitung führt von Ergte über die Ruhrbrücke zur A-1-Auffahrt an der Hörder Straße, also quer durchs Stadtgebiet.

Mehr Stau als früher

„Überhaupt gebe es derzeit mehr Stau als früher auf deutschen Autobahnen“, erklärt Lohoff. Dafür führt er drei Gründe an. Zum einen habe man jahrelang an den Autobahnen nur das Nötigste gemacht, sodass hier der Renovierungsstau groß ist. Zum anderen habe die Untersuchung der Autobahnbrücken dafür gesorgt, dass man viele der Bauwerke direkt sanieren müsse. Vor allem aber ist es die gute Konjunktur, die beim Bund, der für die Fernstraßen zuständig ist, für volle Kassen sorgt. „Wenn derzeit etwas repariert werden muss, ist auch Geld dafür da“, so Lohoff. Man versuche, das für den Autofahrer so wenig unangenehm wie möglich zu machen. Aber letztlich koste jeder Baustellenkilometer auch ohne Stau rund eine Minute Fahrzeit.

Auch VKU-Busse betroffen

In Schwerte sorgte der Stau gestern übrigens auch dafür, dass die Busse der VKU vor allem Richtung Ergste erhebliche Verspätung hatten. „Allerdings immer unter zehn Minuten“, wie ein Sprecher der VKU betonte.

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