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Schulwegsicherung

614 Unterschriften für Parkverbot gesammelt

Stadtlohn An der Hegelstraße in Stadtlohn stockt der Verkehr - immer dann, wenn an der Gescher-Dyk-Schule der Unterricht anfängt oder zu Ende ist. Eine Interessengemeinschaft von Anwohnern macht einen Lösungsvorschlag, der breite Unterstützung findet.

614 Unterschriften für Parkverbot gesammelt

Reinhard Arends, Sprecher der Interessengemeinschaft, sieht in den parkenden Autos eine Ursache für die prekäre Verkehrssituation an der Hegelstraße – und viele andere sehen das offensichtlich genauso. Foto: Stefan Grothues

Morgens früh um halb acht an der Hegelstraße: Rushhour. In der Gescher-Dyk-Schule beginnt bald der Unterricht. Schulbusse befahren die Hegelstraße, eskortiert von zahlreichen Elterntaxis. Viele Grundschüler haben sich mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Weg zur Schule gemacht. In der Autokolonne stehen auch viele Eltern, die ihre Kinder zum nahegelegenen St.-Nikolaus-Kindergarten bringen, und natürlich der ganz normale Berufsverkehr.

„Der Verkehr stockt vor allem auf den ersten hundert Metern ab Einfahrt Breul – und das nicht nur morgens, sondern auch mittags nach Schulschluss und im Feierabendverkehr“, sagt Reinhard Arends. Er ist Sprecher der „Interessengemeinschaft für mehr Sicherheit der Schulkinder und Anlieger auf der Hegelstraße“. Fünf Familien haben sich vor einem halben Jahr in der Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

„Prekäre Verkehrslage“

„Der Verkehr hat hier stetig zugenommen, die Verhältnisse sind so einfach nicht mehr tragbar“, sagt Reinhard Arends. Für Probleme sorgen nach seiner Beobachtung vor allem parkende Autos im Abschnitt zwischen den Einmündungen Baumgartenstraße und Fritz-Jöde-Straße: „Sie zwingen Busfahrer zu schwierigen Lenkmanövern und machen die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtlich.“

Mit ihrem Anliegen findet die Interessengemeinschaft breite Unterstützung im ganzen Viertel. In nur einer Woche sammelten die fünf Familien 614 Unterschriften. Die Unterzeichner fordern die Stadt Stadtlohn auf, „die prekäre Verkehrsituation“ so zu ändern, dass der fließende Verkehr zu erheblich mehr Schutz aller Teilnehmer führt. Die Unterschriften will die Interessengemeinschaft nun persönlich an Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning überreichen. „Wir warten auf einen Termin“, sagt Reinhard Arens.

Aus seiner Sicht gibt es eine relativ einfache Lösung: Am Nadelöhr müsste ein Parkverbot erlassen werden. Vom Wegfall der fünf Stellplätze wären vor allem die Bewohner eines Mietshauses betroffen. Ein großes Problem sieht Reinhard Arends darin nicht. Hinter dem Mehrfamilienhaus seien ja ausreichend freie Stellplätze vorhanden.

Ausschuss gegen Verbot

Bereits vor zwei Jahren hat sich der Planungs- und Bauausschuss mit den parkenden Autos in der Hegelstraße befasst. Damals hatte die UWG ein Parkverbot für den fraglichen Bereich in der Hegelstraße beantragt. Eine breite Ausschussmehrheit sprach sich indes auf Empfehlung der Verwaltung gegen das Parkverbot aus. Ordnungsamtsleiter Thomas Gausling hatte damals die verkehrsberuhigende Wirkung der parkenden Autos als Argument gegen ein Parkverbot angeführt.

Reinhard Arends und seine Mitstreiter in der Interessengemeinschaft Hegelstraße hoffen nun, dass mit den vielen Hundert Unterstützern im Rücken die Diskussion noch einmal neu geführt wird – mit anderem Ausgang.

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