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Interview mit Dr. Jürgen Wigger

Ist veganes Futter für den Hund sinnvoll?

Oeding. Das Thema Hundeernährung wird für ihre Halter immer wichtiger. Über Futtertrends haben wir mit Bewital-Geschäftsführer Dr. Jürgen Wigger gesprochen. Auch über veganes Futter für den Hund.

Ist veganes Futter für den Hund sinnvoll?

Der Bewital-Stand auf der Leipziger Ausstellungbewital Foto: Bewital

Die richtige Ernährung der vierbeinigen Familienmitglieder ist für Hundebesitzer ein wichtiges Thema. Das hat auch die Welt-Hundeausstellung in Leipzig gezeigt, bei der die Oedinger Futtermittelfirma Bewital Anfang November dabei war. Bewital-Geschäftsführer Dr. Jürgen Wigger(Foto) spricht im Interview über Trends beim Futter.

Ist veganes Futter für den Hund sinnvoll?

Herr Dr. Wigger, wie stehen Sie zum Thema vegane Ernährung von Hunden?

Vegetarische Ernährung geht noch einigermaßen. Vegan aber ist eine absolute Nische. Wir selbst produzieren beides nicht. Anfragen in diese Richtung haben wir abgelehnt. Man muss ja vom Futter, das man herstellt, auch überzeugt sein. Für einen Fleischfresser wie den Hund ist eine vegane Ernährung nicht artgerecht. Wir sind davon überzeugt, dass Fleisch gut ist, daher setzen wir darauf.

Auf frisches Fleisch?

Ja, der Fleischanteil gerät ebenfalls immer mehr in den Fokus der Besitzer. Daher verwenden wir vermehrt frisches Fleisch statt das sonst oft genutzte Fleischmehl.

Welche Sorten sind besonders beliebt?

Geflügel – Ente, Pute, Hähnchen – ist für uns sehr wichtig. Sonst gibt es viel mit Rind, aber auch Pferd und Känguru.

Kängurufleisch?

Das exotische Fleisch vom Känguru ist von Vorteil, wenn sich bei einem Hund Allergien zeigen.

Was für Trends haben Sie in den vergangenen Jahren beobachtet?

Ich bin seit September 1995 im Unternehmen. Seitdem gibt es vor allem den Trend, dass die Rolle des Heimtiers in der Familie immer wichtiger wird. Früher saßen Hunde oft im Zwinger draußen, heute ist das ganz anders, Hunde sind Teil der Familie.

Das wirkt sich dann auch auf das Kaufverhalten der Halter aus.

Ja. Früher haben viele nicht auf die Inhaltsstoffe des Futters geachtet. Heute aber sind die Leute wählerischer bei der Ernährung ihrer Tiere.

Gibt es da Unterschiede?

Es gibt den Trend zu kleinen Rassen. Tendenziell ist es so, dass Halter kleinerer Hunde eher hochwertige Produkte kaufen. All diese Trends sind eine Chance für uns.

Wie lange dauert es denn von der Idee, bis das Futter in den Verkauf geht?

Das kommt auf den Innovationsgrad an. Bei Hundefutter etwa ein Jahr, bei Katzenfutter 18 Monate. Die Katzenfutter-Linie „Leonardo“ hat 18 Monate gebraucht. Katzen sind wählerischer als Hunde, oft mögen sie einzelne Zutaten nicht.

Auf welche Kriterien würden Sie achten, wenn Sie für Ihren Hund Futter kaufen?

Tierische Proteine sollten enthalten sein, sie können gut verdaut werden. Auch ist ein angemessener Energiegehalt wichtig, er muss beispielsweise für Hunde, die schnell dick werden, niedriger sein als bei Hunden, die viel Energie verbrauchen. Auch würde ich auf Futter aus Deutschland setzen, da stimmt die Qualität.

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